Fast-Exit-Regel

Lufthansa fliegt aus dem Börsen-Leitindex Dax

Abflug aus dem Dax: Künftig wird die Lufthansa im Börsenindex M-Dax gelistet.
Udo Kroener / Lufthansa
Abflug aus dem Dax: Künftig wird die Lufthansa im Börsenindex M-Dax gelistet.

Lufthansa kämpft mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. An der Börse hat der Luftfahrt-Konzern massiv an Wert verloren. Daher muss er seinen Platz im Dax räumen.

Am 22. Juni wechselt die Fluggesellschaft in den M-Dax für mittelgroße Unternehmen. Grundlage für die kurzfristige Verbannung der Lufthansa nach fast 32 Jahren aus dem wichtigsten deutschen Börsenindex ist laut Deutscher Börse die sogenannte Fast-Exit-Regel. Die Lufthansa wird im Dax durch das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen ersetzt.

Mit der Herabstufung der Lufthansa reagiert die Frankfurter Börse auf die rasante wirtschaftliche Talfahrt der Airline in den vergangenen Monaten. Lag der Börsenwert Ende vergangenen Jahres noch zwischen 16 und 17 Euro pro Anteilsschein, so sackte er infolge der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten zeitweise auf knapp sieben Euro ab. Jüngst notierte die Aktie wieder leicht erholt bei gut zehn Euro.

Wie sehr die Lufthansa mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hat, zeigen auch die Mitte der Woche veröffentlichten Quartalszahlen. So waren die Umsätze des Aviation-Konzerns zwischen Januar und März um 18 Prozent auf nur noch 6,4 Mrd. Euro zurückgegangen. Das Konzernergebnis fiel mit einem Minus von mehr als 2,4 Mrd. Euro tiefrot aus. Im laufenden Quartal dürfte es angesichts eines fast vollständigen Flugstopps im April und Mai noch schlimmer kommen.

Um die Krise zu überstehen, erhält die Lufthansa Finanzhilfen der öffentlichen Hand in Höhe von rund neun Milliarden Euro.

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