Eurowings-Ausstand

Es trifft Düsseldorf und Hamburg

Etliche Jets von Eurowings können wegen des heutigen Streiks nichgt abheben.
Eurowings
Etliche Jets von Eurowings können wegen des heutigen Streiks nichgt abheben.

Der heutige 15-stündige Streik des Kabinenpersonals bei Eurowings wirbelt die Flugpläne durcheinander. Besonders viele Streichungen gibt es bereits in Düsseldorf, aber auch Hamburg ist spürbar betroffen.

Das Kabinenpersonal des LH-Billigfliegers Eurowings ist am Dienstagmorgen an den Standorten Düsseldorf und Hamburg in einen ganztägigen Streik getreten. An den beiden Flughäfen seien die Beschäftigten zwischen 5 und 20 Uhr zum Arbeitskampf aufgerufen worden, teilte die Gewerkschaft Verdi in Berlin mit.

In Düsseldorf wurden am Morgen 52 von insgesamt 94 geplanten Starts und Landungen von Eurowings annulliert, darunter Flüge nach Berlin, Prag und Wien. Die restlichen Flüge sollten stattfinden, wie ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens sagte. Im Laufe des Tages könne es dabei aber auch noch Veränderungen geben. Insgesamt hat der LH-Billigflieger 17 Maschinen in Düsseldorf stationiert.

In Hamburg waren am frühen Morgen bereits 14 der 40 für den heutigen Tage geplanten Starts und Landungen von Eurowings-Diensten abgesagt worden.

An beiden Flughäfen mussten Passagiere sich demzufolge auf Flugausfälle und Verspätungen gefasst machen. Die Fluggesellschaft empfahl allen Reisenden, sich auf der Website des Unternehmens zu informieren, ob ihr Flieger abhebt.

Die Gewerkschaft und das Unternehmen streiten seit geraumer Zeit um Gehälter und weitere Verbesserungen für das Kabinenpersonal. Am Mittwoch könnte es für Flugreisende noch schlimmer kommen. Dann wollen die Piloten des Eurowings-Mutterkonzerns Lufthansa streiken, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ankündigte.

Die Piloten wollen den Flugverkehr auf der Lang- und Kurzstrecke der Lufthansa lahmlegen, wie die Gewerkschaft angekündigt hatte. Betroffen seien alle Flüge aus Deutschland.

Es handelt sich um den 14. Streik in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Dieses Mal geht es ausschließlich um die Tarifgehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Piloten verlangen Tariferhöhungen von 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Piloten-Gewerkschaft hatte zuvor erneut den Vorschlag des Unternehmens abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen. (dpa/LS)

Chronik zu den jüngstem Streiks bei der Lufthansa Group

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