Erfolgreiche Fernflüge

Air France-KLM legt im zweiten Quartal zu

Eine gute Nachfrage auf der Langstrecke hat Air France-KLM im zweiten Quartal ein besseres Ergebnis verschafft. Belastend wirkten sich die gestiegenen Kerosinpreise aus.

Der Air France-KLM Konzern hat nach einem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal wieder zugelegt. Das operative Ergebnis lag mit 400 Mio. Euro fast 16 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damals hatten allerdings Streiks bei Air France das Unternehmen mit 260 Mio. Euro belastet. Eine gute Nachfrage nach Langstreckenflügen trieb den Umsatz nun um gut sechs Prozent auf rund sieben Milliarden Euro nach oben. Die Aktie von Air France-KLM legte im frühen Handel an der Börse in Paris um  4,2 Prozent zu.


Auch der späte Ostertermin in diesem Jahr spielte Air France-KLM in die Karten. Allerdings bekam der Konzern gestiegene Kerosinpreise zu spüren. Eine höhere Steuerbelastung ließ zudem den Nettogewinn um gut ein Viertel auf 80 Mio. Euro einbrechen. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen noch von einer Steuererstattung profitiert, ohne die der damalige Quartalsverlust noch deutlich höher ausgefallen wäre.

Die Zahl der Fluggäste stieg im zweiten Quartal um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, die Auslastung der Maschinen legte um 1,3 Prozentpunkte zu. Außerdem lagen die Ticketpreise 0,8 Prozent höher. Das ohnehin weniger gewichtige Frachtgeschäft geriet dagegen wegen Überkapazitäten in Nordamerika und Asien weiter unter Druck.

Der französisch-niederländische Konzern will nun seine Flotte verjüngen und 60 Mittelstrecken-Jets vom Typ A-220-300 bei Airbus bestellen. Mit sparsameren Flugzeugen will Air France-KLM auch den weiter steigenden Kerosinpreisen entgegenwirken. Das Unternehmen rechnet fürs Gesamtjahr mit 550 Mio. Euro Mehrausgaben für Treibstoff im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem beginnt Air France-KLM mit der Ausmusterung ihrer A-380-Flotte, die bis zum Jahr 2022 vollzogen sein soll.

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