Ausstand abgewendet

Lauda-Piloten schließen Kompromiss mit Billigflieger

Unter dem Druck der Konzernmutter Ryanair stimmen die Piloten des österreichischen Billigfliegers Lauda einem flexibleren Einsatz zu.

Der Lauda-Betriebsratsvorsitzende Sandro Mayer sprach am Montagabend laut österreichischer Nachrichtenagentur APA von einem "akzeptablen Ergebnis", das die Arbeitsplätze sichern könne. Lauda habe bei der Urlaubsfrage und der Zahl der Einsatzstunden nachgebessert. Die 125 Piloten hätten der Neuregelung in Betriebsversammlungen mehrheitlich zugestimmt. Mayer geht davon aus, dass damit die drohenden Kündigungen von Lauda-Piloten vom Tisch seien und somit auch keine Kampfmaßnahmen drohten.

Ryanair hatte nach Gewerkschaftsangaben bis zum 14. August die Zustimmung zu einigen Änderungen im Kollektivvertrag verlangt. Die irische Fluggesellschaft verfolgt derzeit unter anderem wegen des Flugverbots für Boeing B-737max einen Sparkurs. Lauda, vor 18 Monaten unter dem Namen Laudamotion aus der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki entstanden und später von Ryanair übernommen, sah sich bis vor kurzem auf Expansionskurs.
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