Entflechtung

Fraport will Beteiligung am Airport Hannover abstoßen

Im Juni nutzten den Airport Hannover insgesamt exakt 631.096 Fluggäste. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat einen Zuwachs von 10,4 Prozent.
Flughafen Hannover
Im Juni nutzten den Airport Hannover insgesamt exakt 631.096 Fluggäste. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat einen Zuwachs von 10,4 Prozent.

Im internationalen Geschäft zeigt sich Fraport expansiv. Doch in Deutschland bereitet Niedersachsens größter Flughafen nur wenig Freude. Jetzt sind Konsequenzen fällig.

Der börsennotierte Flughafen-Konzern Fraport erwägt einen Verkauf seiner Anteile am Airport Hannover. „Im Rahmen unseres Beteiligungsmanagements unterziehen wir alle Vermögensanlagen und Beteiligungen des Fraport-Konzerns einer regelmäßigen Bewertung“, sagte ein Fraport-Sprecher und betonte, dass es am Markt bereits Interessenten für die Anteile an Niedersachsens größtem Flughafen gebe. Fraport hält derzeit 30 Prozent an dem Flughafen.

Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ gilt der britische Finanzinvestor Icon Infrastructure als Favorit – der Kaufpreis würde bei den fortgeschrittenen Verhandlungen bei rund 100 Mio. Euro liegen.

Neben Fraport gehören jeweils 35 Prozent der weiteren Anteile der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen. Eine Sprecherin des Finanzministeriums bestätigte, dass Fraport die Mitgesellschafter über seine Absichten informiert habe. „Wir wissen, dass Fraport aus strategischen Gründen einen Verkauf seiner Anteile prüft“, sagte sie.

Hannover ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen, der rund um die Uhr angeflogen werden kann. Mit seinen zwei Landebahnen ist er für bis zu 80 Starts und Landungen pro Stunde ausgelegt und fertigt je nach Saison zwischen 6000 und 20.000 Passagiere täglich ab. (dpa)

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