Digitalisierung

Schweiz testet ferngesteuerte Züge

Passagier in einem Zug der Schweizer Bahnen
SBB
Passagier in einem Zug der Schweizer Bahnen

Mehr Züge, verbesserte Pünktlichkeit und insgesamt wesentlich weniger Störungen: Die Schweizer Bahnen wollen im Zuge der Digitalisierung fahrerlose Züge einsetzen – auch viele Bereiche der Bahnhöfe sollen künftig ferngesteuert werden.

Die Schweizer Bahn prüft den Einsatz fahrerloser Züge. Das sei eines von vielen Projekten im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung, sagte Bahnchef Andreas Meyer in Zürich.

Mit effizienter Bahntechnik will er die Kapazität des Netzes um 30 Prozent erhöhen. „Mit der Bahntechnik der Zukunft lässt sich das Bahnsystem effizienter nutzen. Ab 2025 erlaubt sie den Einsatz von mehr Zügen, einen dichteren Fahrplan-Takt, weniger Störungen, eine bessere Funkverbindung und eine genauere Kundeninformation im Störungsfall“, teilten die Schweizer Bahnen (SBB) mit.

Das Unternehmen arbeitet an einem neuen digitalen Stellwerk, will Rolltreppen, Lifte und Licht in Bahnhöfen demnächst fernsteuern und Frachtkunden Temperatur und Erschütterungen der Waggons übermitteln, in denen ihre Ware transportiert wird.

Die Schweizer Bahn betreibt rund 3000 Kilometer Schienen. Sie verlaufen wegen der Berglandschaft teils in schwierigem Terrain. Es ist nach SBB-Angaben das am intensivsten genutzte Schienennetz der Welt. Zum Vergleich: das Netz der Deutschen Bahn ist gut zehn Mal so groß und damit nach DB-Angaben das längste in Europa. (dpa)

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