Deutsche Bahn

Weniger Taschen- und Gepäckdiebstähle

Das Gedränge auf Rolltreppen an Bahnhöfen wird für Diebstähle gern genutzt.
Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
Das Gedränge auf Rolltreppen an Bahnhöfen wird für Diebstähle gern genutzt.

Dichtes Gedränge, eine stoppende Rolltreppe, ein Rempler und schon ist es passiert: Ein Dieb hat das Portemonnaie an sich genommen. Im Bahnverkehr gab es dabei zuletzt immerhin eine Trendwende.

Die Zahl der erfassten Taschen- und Gepäckdiebstähle auf Bahnhöfen und in Zügen ist 2016 nach Jahren erstmals wieder gesunken. Die Bundespolizei verzeichnete im vergangenen Jahr rund 41.700 Taten, wie das Präsidium in Potsdam mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch etwa 44.800 gewesen. Zum Vergleich: 2012 gab es 24.300 registrierte Taschen- und Gepäckdiebstähle. Seitdem war die Entwicklung kontinuierlich nach oben gegangen.

Polizisten und Bahnmitarbeiter hatten Anfang 2016 begonnen, verstärkt in Zivil auf die Jagd nach Taschendieben zu gehen. In einer gemeinsamen Kampagne versuchen Deutsche Bahn und Bundespolizei zudem, Reisende dafür zu sensibilisieren, besser aufzupassen. Unter dem Motto „Achten Sie auf Ihre Wertsachen“ erstellten sie Plakate, Aufkleber und Kurzfilme, um über typische Maschen von Dieben aufzuklären.

So nutzen Täter gern das Gedränge an Bahnhöfen oder beim Ein- und Aussteigen aus den Zügen. Auch Rolltreppen sind ihnen willkommene Hilfsmittel: Mitunter drücken Diebe Nothalteknöpfe, um die so entstehende Ablenkung ihrer Opfer auszunutzen. Oftmals agierten die Täter arbeitsteilig in Gruppen und über Grenzen hinweg. Taschendiebe sind generell vor allem in Großstädten aktiv. Auch Kinder und Jugendliche finden sich unter den Tatverdächtigen. Die Aufklärungsquote liegt deutschlandweit bei weniger als zehn Prozent.

Die Bundespolizei rät, zur Sicherheit nicht zu viel Bargeld bei sich zu haben und damit vor allem nicht offen zu hantieren. Geld, Kreditkarten, Ausweise und andere Wertsachen sollten immer eng am Körper getragen werden, am besten in verschlossenen Innentaschen. Zudem sollten Reisende stets Körperkontakt zu ihrem Handgepäck halten. Aufpassen heißt es bei Remplern oder wenn die eigene Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird: Dahinter könnte sich ein Trick verbergen. (dpa)


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