Deutsche Bahn

Gewerkschaft warnt vor Arbeitsplatzabbau

Dem Fernverkehr der Deutschen Bahn drohen wegen höherer Nutzungsgebühren für Trassen und Bahnhöfe zusätzliche Belastungen.
Deutsche Bahn AG
Dem Fernverkehr der Deutschen Bahn drohen wegen höherer Nutzungsgebühren für Trassen und Bahnhöfe zusätzliche Belastungen.

Höhere Nutzungsgebühren für Eisenbahngleise und Bahnhöfe schrecken Eisenbahner-Gewerkschaft auf. Zusätzliche Belastungen und mehr Wettbewerb könnten Arbeitskräfte vernichten.

Ein geplantes Gesetz für mehr Wettbewerb bei der Eisenbahn könnte aus Gewerkschaftssicht Arbeitsplätze bei der Deutschen Bahn gefährden. Dem Fernverkehr mit ICE und Intercity drohten zusätzliche Belastungen durch höhere Nutzungsgebühren für die Trassen und Bahnhöfe, kritisierte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

„Die im vergangenen Jahr beschlossene Zukunftsperspektive, mit einem Ausbau des Schienenfernverkehrs in den nächsten 15 Jahren für ganz Deutschland, taugt dann nur noch für den Papierkorb“, sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner, der auch im DB-Aufsichtsrat sitzt.

Hintergrund ist das geplante Eisenbahn-Regulierungsgesetz, das der Bundestag in Kürze beschließen soll. Ziele sind mehr Transparenz bei den Entgelten und uneingeschränkte Zugangsrechte für DB-Konkurrenten. Der bundeseigene Konzern betreibt das gut 33.000 Kilometer lange Schienennetz und stellt dafür allen Anbietern Gebühren in Rechnung – auch den eigenen Nahverkehrs- und Fernzügen.

„Der Fernbus zahlt gar keine Maut, beim Lastwagen wurde sie im vergangenen Jahr reduziert, im Fernverkehr auf der Schiene aber soll die Schienenmaut ungebührlich erhöht werden“, kritisierte Kirchner. Dagegen werde sich die EVG mit ganzer Kraft wehren, kündigte der Gewerkschafter in der Zeitung „Die Welt“ an. (dpa)

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