Deutsche Bahn

Erstes Tarifangebot zur Arbeitszeit

Deutlich mehr Geld oder etwas mehr Geld und mehr Freizeit? Die Zugbegleiter wollen mehr Flexibilität.
Deutsche Bahn AG
Deutlich mehr Geld oder etwas mehr Geld und mehr Freizeit? Die Zugbegleiter wollen mehr Flexibilität.

Bei den Tarifverhandlungen der DB für etwa 133.000 Beschäftigte geht es nicht nur um eine prozentuale Erhöhung der Gehälter. Die Verkürzung der Arbeitszeit bleibt eines der zentralen Streitthemen.

Die Tarifverhandlungen für das Zugpersonal der Deutschen Bahn sind am heutigen Freitag in Bonn fortgesetzt worden. Der Konzern legte zu Beginn dieser dritten Runde der Lokführer-Gewerkschaft GDL „ein erweitertes Angebot zum Thema Arbeitszeit“ vor, wie eine Sprecherin sagte. Details nannte sie noch nicht. Seitens der GDL gab es zunächst keine Stellungnahme zum aktuellen Verhandlungsstand.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dringt in den Verhandlungen für das Zugpersonal auf mehr freie Wochenenden, verlässlichere Schichtpläne und einen schnelleren Abbau von Überstunden. Vor gut zwei Wochen hatte die Bahn Vorschläge zur Entlastung bestimmter Personalgruppen gemacht, aber die Forderungen der GDL etwa zur Schichtplanung zurückgewiesen. Was die GDL fordere, würde nach Ansicht der Bahn praktisch zu einer Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich führen.

Zum Zugpersonal zählen rund 33.000 Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten. Die Bahn führt parallel auch Tarifgespräche mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die mit der GDL konkurriert. Die EVG verhandelt für rund 100.000 Beschäftigte des Konzerns und hatte zuletzt mit Warnstreiks gedroht. (dpa)

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