Bundesgerichtshof

Streit um Flugpreiswährung geht zum EuGH

Germanwings: Streit um Preisangabe geht zum Europäischen Gerichtshof.
Lufthansa Group
Germanwings: Streit um Preisangabe geht zum Europäischen Gerichtshof.

Darf eine deutsche Fluggesellschaft ihre Preis in britischen Pfund angeben? Diese Frage leitete der Bundesgerichtshof nun zur Klärunge an den Europäischen Gerichtshof weiter. Geklagt hatte eine Verbraucherzentrale gegen Germanwings.

Ein Kunde in Deutschland hatte bei Germanwings einen Flug von London nach Stuttgart gebucht. Auf deren Internetseite und später in der Rechnung stand der Preis dafür nicht in Euro, sondern nur in britischen Pfund. Die Verbraucherschützer wollen mit ihrer Klage erzwingen, dass Germanwings alle Preise in Euro angibt (Az. I ZR 209/15).

In der maßgeblichen EU-Verordnung steht, dass Flugpreise „in Euro oder in Landeswährung“ auszudrücken sind. Für die Karlsruher Richter geht daraus nicht eindeutig hervor, welche Währung gemeint ist.

In der Verhandlung im Januar hatte der Senat tendenziell die Linie verfolgt, dass einiges dafür sprechen könnte, den Abflugsort als Bezugspunkt zu nehmen. Dann könnte ein Reisender zum Beispiel für einen Flug von London aus die Angebote sämtlicher Airlines in Pfund vergleichen.

Denkbar wäre aber auch, dass entscheidend ist, wo die Fluggesellschaft ihren Sitz hat, ob sich das Angebot vorwiegend an Kunden in Deutschland richtet oder wo der Buchende sich aufhält. (dpa)

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