Brennstoffzellen-Antrieb

Wasserstoff-Züge bewähren sich in Niedersachsen

Die beiden bisher weltweit einzigen Wasserstoffzüge haben sich nach Einschätzung von Betreiber und Hersteller im Alltag bewährt.

Der emissionsarme Regionalzug mit Brennstoffzelle verbinde seit mehr als zehn Monaten zuverlässig Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude. "Bei mittlerweile über 100.000 gefahrenen Fahrzeugkilometern sind wir absolut zufrieden mit der Leistung", sagte Jörg Nikutta,  Geschäftsführer der Herstellerfirma Alstom für Deutschland und Österreich. Auch bei den Eisenbahnen und Verkehrsbetrieben Elbe-Weser gab es keine Klagen.

Die Züge werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wobei Strom entsteht, der die Lithium-Ionen-Akkus an Bord auflädt und so den Elektromotor antreibt. Umweltfreundlicher als Dieselzüge ist der neue Treibstoff deshalb, weil er nur Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgibt. Nicht unerhebliche Emissionen entstehen allerdings bei der energieaufwendigen Herstellung von Wasserstoff.

Bis Ende 2021 soll auf der rund 100 Kilometer langen Strecke die Dieselzugflotte durch 14 Wasserstoffzüge ersetzt werden. Dann soll in Bremervörde eine feste Wasserstofftankstelle stehen.

Im Mai bestellte eine Tochtergesellschaft des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Hessen 27 Brennstoffzellenzüge. "Aktive Vertragsverhandlungen" gebe es mit weiteren Bundesländern, sagte Nikutta. Die beiden Prototypen aus Niedersachsen sind ab und an "auf Abwegen" und auch in anderen Bundesländern zu sehen, wenn die Züge und die Technologie dort präsentiert werden.

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