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Krise um B-737 Max setzt Ryanair weiter zu

Ryanair wartet auf die Auslieferung der ersten B-737 Max.
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Ryanair wartet auf die Auslieferung der ersten B-737 Max.

Die schwere Krise des Flugzeugbauers Boeing mit seinem Mittelstreckenjet B-737 Max belastet weiterhin auch Europas größten Billigflieger Ryanair.

"Wir haben eine Schwierigkeit – und die hat drei Buchstaben", sagte Unternehmenschef Michael O’Leary der "Wirtschaftswoche". Die irische Airline hätte bis zum kommenden Sommer 58 Maschinen bekommen sollen. "Dann ging das runter auf 30, dann 20, dann zehn und zuletzt vielleicht nur fünf. Eventuell bekommen wir die ersten Jets auch erst im Oktober 2020."


Ryanair hatte 135 Exemplare des Mittelstreckenjets bestellt, doch nach zwei Abstürzen mit zusammen 346 Todesopfern bei anderen Fluggesellschaften darf der US-Konzern den Typ seit vergangenem März nicht mehr ausliefern. Schon gelieferte Jets dürfen weltweit nicht mehr abheben.

Ryanair rechnet wegen des Flugverbots für die Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max im kommenden Sommer mit weniger Passagieren. Über Schadenersatz wolle der Billigflieger mit Boeing erst reden, wenn Flugzeuge geliefert worden sein, sagte O’Leary.

Auf das abgelaufenen Jahr hat sich die Lieferverschiebung der Boeing-Maschinen noch nicht negativ ausgewirkt. Jedenfalls meldet der irische Billigflieger für 2019 einen Anstieg der Passagierzahlenim Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 152,4 Millionen.

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