Boeing-Krise

Ryanair hofft auf Erhalt erster B-737 Max im September

Die Boing 737max gilt als Problemjet. Dennoch hält Ryanair an seinen Aufträgen fest.
Andreas W. Schulz
Die Boing 737max gilt als Problemjet. Dennoch hält Ryanair an seinen Aufträgen fest.

Trotz des anhaltenden Startverbots für Boeing B-737 Max bereitet sich Ryanair auf den Kauf weiterer Maschinen vor. Zudem rechnet die Airline damit, dass die schon bestellten Jets im Spätsommer ausgeliefert werden.

Ryanair spreche derzeit mit Boeing über eine weitere Bestellung, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary dem Sender "Bloomberg TV". Die Fluggesellschaft hat bereits bis zu 210 Exemplare der B-737 Max bestellt, aber wegen des seit fast einem Jahr geltenden Flugverbots für den Typ noch kein einziges Exemplar erhalten.


Boeing hofft, dass die Wiederzulassung der B-737 Max Mitte des Jahres vorliegt. O'Leary erwartet, dass Ryanair die erste Maschine im September oder Oktober erhält.

Für die mögliche neue Bestellung hat der Manager neben der Billigflieger-Version B-737 Max 200 auch die Langversion B-737 Max 10 im Auge. Die zusätzlichen Jets sollten dann in den Jahren 2024 bis 2028 zur Flotte stoßen.

O'Leary schloss nicht grundsätzlich aus, alternativ Jets des europäischen Boeing-Rivalen Airbus zu bestellen. Dafür brauche es aber höhere Rabatte und attraktivere Zeitpunkte für die Auslieferung.

Die Airbus-Mittelstreckenjets der Modellfamilie A-320 Neo verkaufen sich deutlich besser als die B-737 Max. Die Produktion sei bis 2025 ausgebucht, hatte Airbus-Chef Guillaume Faury im Februar gesagt.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats