Boeing-Debakel

Nationen entscheiden separat über B-737max-Zulassung

Der Flugzeug-Hersteller Boeing kann sich bei der erhofften Wiederzulassung seiner Krisenjets vom Typ B-737max nicht allein auf die Entscheidungen der US-Luftfahrtbehörde FAA verlassen.

Jede Regierung wird abhängig von gründlichen Sicherheitsprüfungen selbst bestimmen, ob die nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Maschinen wieder abheben dürfen – das bestätigte die FAA am Montag nach einer Tagung mit anderen Aufsehern im kanadischen Montreal.

In der Vergangenheit waren die internationalen Behörden in der Regel der Linie der USA gefolgt. Dass es diesmal anders laufen dürfte, ist eigentlich schon länger klar und kommt angesichts großer Kritik an der FAA wenig überraschend. Der Behörde wird unter anderem vorgeworfen, wesentliche Teile der ursprünglichen Zertifizierung der B-737max dem Hersteller Boeing überlassen zu haben. Die europäische Luftfahrtaufsicht Easa kündigte bereits eigene Tests an.

Boeings bestverkaufte Flugzeug-Baureihe ist nach zwei Abstürzen, bei denen im Oktober und März 346 Menschen starben, mit Startverboten belegt. Die FAA bekräftigte, dass es keinen festen Zeitplan für eine mögliche Wiederzulassung gebe. Als Hauptursache der Unglücke gelten bislang Fehler einer Fluglage-Steuerung, die Boeing per Software-Update beheben will. Bislang kam der Hersteller dabei jedoch nicht wie erhofft voran, stattdessen traten noch weitere Probleme auf.

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