Boeing B-737max-Krise

LOT-Chef will Boeing B-737max nicht stornieren

Schon bei der Einführung vom Dreamliner (Boeing B-787) gab es größere Probleme – Grounding inbegriffen – wie jetzt bei der B-737max.
LOT
Schon bei der Einführung vom Dreamliner (Boeing B-787) gab es größere Probleme – Grounding inbegriffen – wie jetzt bei der B-737max.

Die polnische Airline LOT sieht derzeit keinen Grund, Bestellungen von Flugzeugen der Baureihe B-737max bei Boeing zu stornieren.

Mit Blick auf die zwei folgenschweren Abstürze des Flugzeugtyps sagte LOT-Chef Rafal Milczarski: "Wenn jemand bereit ist, wegen dem, was passiert ist, die 'max'-Bestellung zu stornieren, ist das meiner Meinung nach eher eine emotionale als eine rationale Entscheidung." Allerdings werde der US-Flugzeug-Hersteller Anstrengungen unternehmen müssen, um seine Glaubwürdigkeit auf dem Markt wiederherzustellen. "Ich bin sicher, das werden sie tun. Ich sehe derzeit keine Gründe – es sei denn, die Aufsichtsbehörden finden welche –, 'max'-Bestellungen zu stornieren." Ähnlich hatte er sich bereits bei einer Konferenz des Capa Centre for Aviation geäußert.

Nach zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Todesopfern dürfen Maschinen der Baureihe B-737max vorerst nicht mehr fliegen. Bis zur genauen Klärung der Unfallursache wurde ein Startverbot angeordnet. Erste Auswertungen von Daten hatten ergeben, dass es bei den Abstürzen der Maschinen der Gesellschaften Lion Air (Indonesien) und Ethiopian Airlines Ähnlichkeiten gegeben haben könnte.

Auf dem Warschauer Chopin-Flughafen stehen nach LOT-Angaben fünf B-737max am Boden. Die Airline sei diesbezüglich mit dem Flugzeug-Hersteller in Kontakt, hieß es. Die verschiedenen Baureihen der B-737 zählten bislang zu den zuverlässigsten Flugzeugtypen der Welt.

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