Boeing B-737max-Krise

Boeing platzt Milliardenauftrag aus Aserbaidschan

Aserbaidschans staatliche Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines hat eine Milliarden-Bestellung über zehn Boeing B-737max storniert.

Die Fluggesellschaft des ölreichen Landes begründete ihren Schritt mit Sicherheitsbedenken, wie das Unternehmen der russischen Agentur Interfax mitteilte. Der vor gut zwei Jahren unterzeichnete Vertrag mit dem US-Flugzeug-Hersteller Boeing sei rückgängig gemacht worden. Der Wert der stornierten Bestellung liege bei einer Milliarde US-Dollar (900 Mio. Euro).

Im Oktober 2018 war eine B-737max8 der indonesischen Lion Air mit 157 Menschen an Bord abgestürzt. Im März stürzte eine Maschine der Ethiopian Airlines mit 189 Menschen ab. Alle Insassen starben. Vermutet wird, dass in beiden Fällen ähnliche technische Probleme Grund dafür waren.

Ebenfalls am Montag war bekannt geworden, dass Boeing bei der US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA eingeräumt hat, möglicherweise fehlerhafte Teile in einem Teil seiner Flotte verbaut zu haben. Dies betreffe die Flugzeuge der Baureihen B-737max sowie einiger Jets des Typs B-737NG. Zu einem Absturz könne ein Ausfall der Teile aber nicht führen.

Weltweit lassen fast alle Fluggesellschaften ihre Maschinen B-737max sicherheitshalber am Boden. Im März hatte Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda eine Milliardenbestellung rückgängig gemacht. Azerbaijan Airlines verfügt nach eigenen Angaben über verschiedene Maschinen des US-Konzerns Boeing, bislang aber nicht über B-737max. Die Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan liegt zwischen dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer.

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