Billigflieger

Norwegian kassiert nun auch für Kabinengepäck

Norwegian Air Shuttle ist mit einer Flotte aus solchen B-737 auf Europa-Strecken sowie mit B-787 ("Dreamliner") auf Fernstrecken unterwegs.
Michael Penner
Norwegian Air Shuttle ist mit einer Flotte aus solchen B-737 auf Europa-Strecken sowie mit B-787 ("Dreamliner") auf Fernstrecken unterwegs.

Billigflieger lassen sich Zusatzleistungen extra kosten. Vor allem beim Handgepäck werden die Airlines zunehmend kreativer. Jüngstes Beispiel ist Norwegian.

Bei Norwegian Air Shuttle kostet ein gewöhnlicher Handgepäck-Koffer im günstigsten Tarif nun eine Gebühr. Wer "LowFare" bucht, darf nur noch eine kleine Tasche mitnehmen, die maximal 10 Kilogramm wiegt und unter den Vordersitz passt, wie die Airline mitteilt. Der Aufschlag etwa für einen Trolley liegt je nach Strecke bei umgerechnet 6 bis 10,70 Euro. Erst vom Tarif "LowFare+" an sind ein größeres Handgepäckstück, das im Gepäckfach über dem Sitz verstaut wird, und Aufgabegepäck inklusive.

Norwegian folgt damit Billigfliegern wie Ryanair und Wizz Air. Verbraucherschützer haben diese Praxis in der Vergangenheit mehrfach als versteckte Preiserhöhung der Flugtickets kritisiert.

Die neue Gebührenregel gilt bei Norwegian für alle Buchungen seit dem 23. Januar 2020 – und auch auf Fernflügen. Wer seinen Flug vor diesem Tag gebucht hat, für den ändert sich nichts.

Norwegian hat noch eine Änderung vorgenommen: Das maximale Gewicht für das Aufgabepäck beträgt nun 23 statt wie zuvor 20 Kilogramm.

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