Billigflieger hat Finanzbedarf

Norwegian peilt Kapitalerhöhung an

Auf 160 Jets ist die reine Boeing-Flotte von Norwegian mittlerweile angewachsen.
Norwegian
Auf 160 Jets ist die reine Boeing-Flotte von Norwegian mittlerweile angewachsen.

Der nordische Billigflieger Norwegian will sich nach dem geplatzten Einstieg der British-Airways-Mutter IAG frisches Geld besorgen.

Das Unternehmen plant dazu eine Kapitalerhöhung um rund drei Milliarden norwegische Kronen (309 Mio. Euro). Die Aktionäre sollen dem Schritt bei der Hauptversammlung am 8. Mai zustimmen.

Vergangene Woche hatte der IAG-Konzern, zu dem neben British Airways auch Iberia, Vueling und Aer Lingus gehören, die Übernahmepläne für Norwegian begraben. Das Unternehmen will auch die bereits erworbene Beteiligung von knapp vier Prozent an dem norwegischen Billigflieger verkaufen. Nach der Nachricht hatte die Norwegian-Aktie kräftig an Wert verloren.

IAG hatte im vergangenen April das Interesse an Norwegian bestätigt. Da hatte der Konzern bereits Anteile erworben. Die Norweger ließen IAG jedoch abblitzen. Auch die Lufthansa hatte zwischenzeitlich Interesse an Norwegian angedeutet, Europas größter Billigflieger Ryanair winkte hingegen ab.

Norwegian fliegt mit rund 160 Jets und war in den vergangenen Jahren mit hohem finanziellen Einsatz stark gewachsen. Die Gesellschaft gilt als Vorreiter für Billigflüge auf der Interkont-Diensten und unterhält gleichzeitig ein großes Streckennetz in Europa. (dpa)

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