Billigflieger droht Streik

Deutsche Piloten werfen Ryanair Fehdehandschuh zu

Wie viele Jets müssten am Boden bleiben wenn sowohl die irischen als auch die deutschen Piloten von Ryanair koordiniert in den Ausstand treten?
Ryanair
Wie viele Jets müssten am Boden bleiben wenn sowohl die irischen als auch die deutschen Piloten von Ryanair koordiniert in den Ausstand treten?

Der vermeintliche Frieden mit den Gewerkschaften hat bei Ryanair nicht lange gehalten. Nach den irischen Piloten bereiten nun auch die deutschen Kapitäne und Co-Piloten einen Arbeitskampf vor.

Die Unternehmensvertreter hätten sich in den Verhandlungen extrem unkooperativ gezeigt und seien zuletzt auch nicht mehr zu vereinbarten Gesprächsterminen erschienen, sagte ein Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC) in Frankfurt. Entsprechend wurden die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. „Ryanair weigert sich, akzeptable Kompromisse über die Arbeits- und Vergütungsbedingungen ihres Cockpit-Personals in Deutschland zu schließen“, sagte Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit.

Eingeleitet wurde von der VC eine Urabstimmung unter den rund 400 Piloten der Ryanair in Deutschland, ob hierzulande gestreikt werden solle. Im vergangenen September hatte die Piloten-Gewerkschaft das Management der Ryanair erst mit Warnstreiks an den Verhandlungstisch gezwungen. Nun drohen noch größere Streiks. Ob es dazu kommt, soll eine bis Ende Juli laufende Abstimmung ergeben.

Auch im Heimatland Irland liegt der Billigflieger im Zwist mit seinen Piloten. Nun droht ein koordinierter Streik an den deutschen und irischen Standorten des Billigfliegers. Die Iren haben ihre Urabstimmung bereits begonnen und wollen sie nach bisherigen Ankündigungen am 3. Juli abschließen. (LS/dpa)

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