Berlin

Regionalzug geht in Flammen auf

Großer Schreck für fast 200 Bahnfahrer in Berlin: Ihr Zug fängt auf offener Strecke Feuer. Für die Passagiere geht die Havarie glimpflich aus.

Ein Regionalzug ist am Mittwochabend in Berlin in Flammen aufgegangen. Der Brand im Stadtteil Hellersdorf habe sich von einem Waggon aus auf den gesamten Zug der Niederbarnimer Eisenbahn ausgebreitet, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei wird ein technischer Defekt vermutet. So hätten Passagiere beobachtet, dass das Feuer von einem Schaltkasten ausging.

Schätzungsweise 180 Fahrgäste konnten – unterstützt vom Zugpersonal – die Waggons zwischen den Bahnhöfen Wuhletal und Biesdorf unbeschadet verlassen, wie der Polizeisprecher berichtete. Es sei niemand verletzt worden.

Nach gut drei Stunden, um etwa 23 Uhr, waren die Löscharbeiten weitgehend abgeschlossen, so dass die Bundespolizei mit ihren Untersuchungen zur Brandursache beginnen konnte. Es seien etwa 80 Einsatzkräfte vor Ort gewesen und 29 Einsatzfahrzeuge alarmiert worden, hieß es vonseiten des Lagedienstes der Feuerwehr. Die Leitstelle der Bahn habe sie kurz nach 20 Uhr über den Brand informiert.

Der Zug der Niederbarnimer Eisenbahn AG, eines nichtbundeseigenen, privaten Betreibers, war auf der Strecke von Lichtenberg über Strausberg nach Küstrin (Kostrzyn) an der deutsch-polnischen Grenze unterwegs. Er brannte völlig aus, die Feuerwehr sprach von einem Totalschaden. Zunächst war die Rede von der Nordwestbahn als Betreiber, diese Angabe erwies sich jedoch als falsch. (dpa)

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