BER

Letzte Bauanträge genehmigt

Auch über fünf Jahre nach der geplanten Eröffnung ist unklar, wann der BER in Betrieb geht.
Anna Schürmann
Auch über fünf Jahre nach der geplanten Eröffnung ist unklar, wann der BER in Betrieb geht.

Für den viele Jahre verspäteten neuen Hauptstadt-Flughafen sind nun alle Baugenehmigungen erteilt. Der Landkreis Dahme-Spreewald genehmigte die letzten Nachträge zur Baugenehmigung.

Damit seien alle behördlichen Hürden genommen, teilte Vizelandrat Chris Halecker mit. Genehmigt wurden etwa Restarbeiten für den Umbau des Terminals und das überarbeitete Brandschutz-Konzept.

Der Vize-Aufsichtsratschef der Flughafen-Gesellschaft, Rainer Bretschneider, sprach von einem wichtigen Meilenstein für das Projekt. Es komme nun darauf an, den Bau mit Hochdruck vorwärts zu bringen.

Kürzlich war bekannt geworden, dass gut 1100 Türen im Terminal nicht voll funktionstüchtig sind. Zudem bestehen Zweifel, ob der Wasserdruck auf der Sprinkleranlage ausreichend ist. Die Verantwortlichen gaben deshalb das Ziel auf, den Flughafen noch in diesem Jahr zu eröffnen. Die nun genehmigten Änderungen hätten keinen Einfluss auf die Schwierigkeiten mit Türen und Sprinklern, hob Halecker hervor.

Die Flughafen-Gesellschaft müsse das Terminal nun fertigbauen. Dies sei die zwingende Voraussetzung für die Abnahmen durch Prüfsachverständige und den anschließenden Probetrieb. Damit erteilte der Landkreis abermals Überlegungen des Flughafenchefs Karsten Mühlenfeld eine Absage, diese Prozesse teilweise parallel laufen zu lassen.

Halecker, der auch Baudezernent des Landkreises ist, übergab die Genehmigung in Schönefeld an Flughafenchef Mühlenfeld. Der Nachtrag umfasst 54 Aktenordner. In den Bauvorlagen geht es etwa um Grundrissänderungen, den Einbau neuer Sicherheits-Scanner und eines Premium-Check-in-Bereichs. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats