BDL-Forderung

Branche will Luftverkehrssteuer in alternative Kraftstoffe investieren

BDL-Präsident Klaus-Dieter Scheurle appelliert an die Politik.
DFS/Melanie Bauer
BDL-Präsident Klaus-Dieter Scheurle appelliert an die Politik.

Der Branchenverband BDL will die Luftverkehrssteuer nutzen, um alternative Kraftstoffe zu entwickeln. Verbandspräsident Klaus-Dieter Scheurle fordert eine Initiative mindestens auf EU-Ebene.

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert den Bund im Zuge der Klimaschutz-Debatte auf, die Milliarden-Einnahme aus der Luftverkehrssteuer in die Produktion alternativer Kraftstoffe zu investieren. "Mit der deutschen Luftverkehrssteuer – 1,2 Milliarden Euro in diesem Jahr – ist Geld vorhanden, das der Staat sehr gut nutzen könnte für die Entwicklung und Produktion von klimafreundlichen Kraftstoffen", sagte Klaus-Dieter Scheurle, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Die Branche ist bereit, sich da in Pilotprojekten zu engagieren."

Die Produktion alternativer Kraftstoffe im großen Stil erfordere eine industriepolitische Initiative mindestens auf EU-Ebene, sagte Scheurle weiter. Die Branche erwarte, dass die Bundesregierung dazu auf der ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz im August "etwas sagen und anstoßen" werde.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte zuletzt auf eine stärkere finanzielle Beteiligung der Flugbranche im Kampf gegen die Erderhitzung gedrängt und eine Erhöhung der Luftverkehrsabgabe gefordert. Sie stieß damit allerdings nicht nur auf Kritik aus der Luftfahrt-Branche, sondern auch aus der großen Koalition.

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