BDL-Auswertung

Sicherheitschecks an deutschen Airports kosten Zeit

Vor den Sicherheitskontrollen – hier am Hamburger Flughafen – wird es oft eng.
Andre Lenthe/Toufo.de
Vor den Sicherheitskontrollen – hier am Hamburger Flughafen – wird es oft eng.

Seit Längerem kritisiert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft die Organisation der Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen. Um diese Kritik zu untermauern, wurden nun Vergleichszahlen veröffentlicht.

Reisende warten an deutschen Flughäfen beim Sicherheitscheck länger als an anderen europäischen Airports. Das geht aus Daten von Flughäfen und der Bundespolizei hervor, die der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zusammengestellt hat. Demnach werden an großen deutschen Airports pro Kontrollspur deutlich weniger Passagiere abgefertigt als etwa an den Drehkreuzen Amsterdam, Brüssel und London-Heathrow. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Der Übersicht zufolge schleust der Frankfurter Flughafen pro Stunde im Schnitt 80 Passagiere durch eine Sicherheitsspur. In München sind es 100, in Köln und Hamburg bis zu 110 Reisende. Die Airports von Brüssel und Madrid schaffen jeweils 200 Fluggäste pro Spur, Amsterdam 185 und London-Heathrow mindestens 160 Passagiere. Da die Fläche an Flughäfen begrenzt ist, können nicht beliebig viele Sicherheitsspuren geschaffen werden.

Der BDL fordert daher, die Effizienz zu verbessern. Gute Erfahrungen habe man mit einem Pilotprojekt am Flughafen Köln/Bonn im Jahr 2016/17 gemacht. Dabei konnten bis zu fünf Fluggäste gleichzeitig ihr Handgepäck in Gepäckwannen legen. Passagiere, die gut vorbereitet waren, konnten schneller kontrolliert werden und mussten nicht warten, bis Reisende vor ihnen fertig waren. (dpa/ASC)

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