Bauarbeiten an Fehmarnbeltquerung

Streckenänderung zwischen Hamburg und Kopenhagen

Züge nach Dänemark und Schweden verkehren nun nicht mehr via der Ostseefähre und sparen dadurch geringfügig Zeit ein. Grund für die Umleitung über die Storebæltbrücke sind Gleisarbeiten an der für 2028 geplanten Fehmarnbeltquerung.

Zugreisende auf dem Weg nach Kopenhagen und Schweden werden künftig nicht mehr mit der Fähre die Ostsee überqueren. Seit dem gestrigen Sonntag gilt in Dänemark ein neuer Fahrplan der nationalen Bahngesellschaft DSB – demnach fährt der Intercity zwischen Kopenhagen und Hamburg nicht mehr über die Fährverbindung Rødby-Puttgarden, sondern dreimal täglich in beide Richtungen über die Brücke über den Großen Belt (Storebælt). Via Storebæltbrücke soll die Reise von Sonntag an bis zu 17 Minuten schneller gehen als bislang.

Grund für den Wechsel sind laut DSB umfassende Gleisarbeiten bis zur Eröffnung der neuen Fehmarnbeltquerung. Die Bahngesellschaft rechnet damit, dass die Reisezeit zwischen Kopenhagen und Hamburg nach der geplanten Eröffnung des Fehmarnbelttunnels im Jahr 2028 sich um mehr als zwei Stunden verringert. Im Moment dauert die Direktverbindung knapp vier Stunden und 45 Minuten.

Seit mehr als 50 Jahren waren die Züge auf dem Weg über Fehmarn auf die Fähre gefahren, ehe sie auf der anderen Wasserseite ihre Reise fortsetzten. Zugpassagiere mussten dafür auf der rund 45-minütigen Überfahrt aus- und wieder einsteigen. Wie der dänische Fernsehsender TV 2 berichtete, sollte der letzte dänische Zug auf diese Weise am vergangenen Samstagabend von Puttgarden aus nach Rødby übersetzen.
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