B-737max-Abstürze

Boeing lässt US-Staranwalt Hilfsfonds verteilen

Boeing hat nach den Flugzeugabstürzen einen prominenten Anwalt mit der Entschädigung der Angehörigen beauftragt. Kenneth Feinberg und seine Partnerin Camille Biros sind in den USA als Mediatoren bekannt.

Der US-Flugzeug-Hersteller Boeing holt sich prominente Unterstützung bei der Entschädigung von Angehörigen der Opfer der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien. Das Unternehmen teilte mit, den US-Staranwalt Kenneth Feinberg und seine Partnerin Camille Biros mit der Verteilung von Geldern aus einem 100 Mio. US-Dollar schweren Hilfsfonds betraut zu haben.


Boeing kündigte zudem an, dass 50 Mio. Dollar dieser Mittel schon kurzfristig an Familien der Opfer fließen sollen. Bei den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen vom Typ B-737max8 waren im Oktober und März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

Feinberg gilt als bekanntester US-Experte in Entschädigungsfragen und wird häufig als Mediator berufen. Er war unter anderem für Kompensationen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zuständig.

Auch bei Volkswagens Abgasaffäre und einem Skandal um defekte Zündschlösser bei General Motors kümmerte Feinberg sich um Entschädigungen. Jüngst bestellte ein US-Richter ihn als Vermittler im Rechtsstreit gegen den Bayerkonzern wegen angeblicher Krebsgefahr von Unkrautvernichtungsmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat.

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