Aufbegehren

Streik bei Ryanair in Deutschland besonders wirkungsvoll

Der erneute Streik der Flugbegleiter und Piloten trifft den Billigflieger Ryanair stärker als erwartet. Aktuell sind fast 40 Prozent der Ryanair-Flüge in Deutschland abgesagt worden.

Laut einer Flugplan-Auswertung des Portals airliners.de hat der Billigflieger bis zum Freitagmittag 133 Verbindungen von und nach Deutschland gestrichen. Das wären knapp 40 Prozent des üblichen Angebots.

Ryanair hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass wegen der Streikbeteiligung der deutschen Crews weniger als 100 Flüge abgesagt werden mussten. Die Gewerkschaften Verdi und VC hatten diese Ansage als zu niedrig eingeschätzt.

Aktuell teilen die Iren mit, dass europaweit 90 Prozent ihrer Flüge stattfänden und 400.000 Passagiere befördert würden. Daraus ergibt sich eine Zahl von um die 250 Streichungen. Am Morgen seien sämtliche noch geplanten Flüge gestartet, teilte das Unternehmen mit.

Besonders viele Starts (26) wurden der airliners.de-Auswertung zufolge in Berlin-Schönefeld abgesagt. In Frankfurt waren es 10, in Weeze 9 und in Hamburg 8. Keine Flugstreichungen wurden für Memmingen, München, Nürnberg, Stuttgart und Baden-Baden registriert. Dazu kommen noch ausgefallene Flüge aus dem Ausland mit deutschen Zielen, weil auch in anderen europäischen Ländern gestreikt wird. Die Zahlen können sich im Laufe des Tages noch erhöhen. (dpa)

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