Angeschlagen

South African Airways leitet Rettungsverfahren ein

Nach jahrelangen Verlusten leitet South African Airways ein Rettungsverfahren ein. Ziel ist es, das Unternehmen zu restrukturieren. Den Flugbetrieb hält der südafrikanische National Carrier aufrecht.

Mit dem nun eingeleiteten Verfahren solle ein "ungeregelter Zusammenbruch" der Fluggesellschaft verhindert werden, teilte der südafrikanische Minister für Staatsbetriebe, Pravin Gordhan, mit. Die so genannte Business Rescue sieht demnach vor, dass ein Verwalter vorübergehend die Kontrolle über das defizitäre Unternehmen übernimmt. Zugleich erhält die Airline von ihren bisherigen Kreditgebern eine weitere Kapitalspritze in Höhe von zwei Milliarden südafrikanischer Rand (umgerechnet 124 Mio. Euro). Auch die Regierung stellt South African Airways (SAA) weitere zwei Milliarden Rand zur Verfügung. Das soll auch für einen stabilen Flugbetrieb sorgen.

Dabei gehe es nicht um eine Schuldenübernahme, wie Pravin Gordhan betonte. Es gehe vielmehr um eine finanzielle Unterstützung, mit der eine radikale Restrukturierung des Star-Alliance-Mitglieds ermöglicht werden solle, so der Politiker.

SAA fliegt seit Jahren Verluste ein und war immer wieder auf staatliche Hilfe angewiesen. Gründe sind unter anderem hohe Personalkosten, aber auch ein in der Vergangenheit schwacher südafrikanischer Rand, der die Kosten für den Kerosineinkauf in die Höhe getrieben hatte.

Zuletzt konnte der Carrier im Geschäftsjahr 2011/12 einen Gewinn erzielen. Ein mehrtägiger Streik aus Protest gegen geplante Entlassungen sowie für höhere Löhn Mitte November hatte wie berichtet zu einer Verschärfung der ohnehin schon angespannten wirtschaftlichen Situation beigetragen. So hatte das Unternehmen Medienberichten zu Folge vergangenen Monat Löhne und Gehälter nicht mehr in vollem Umfang auszahlen können.

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