Airshow Le Bourget

Airbus ergattert Großauftrag aus den Philippinen

Der Flugzeug-Hersteller Airbus zieht auf der Flugzeug-Messe in Paris einen ersten Großauftrag an Land.

Die philippinische Cebu Pacific unterzeichnete einen Vorvertrag über 31 Airbus-Jets, wie der Boeing-Rivale auf der Pariser Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mitteilt. Darunter sind zehn Exemplare des gerade erst angekündigten Langstreckenjets A-321XLR, 16 Großraumjets vom Typ A-330neo und fünf Mittelstreckenjets vom Typ A-320neo.

Airbus hatte die jüngste Langstreckenversion des Mittelstreckenjets A-321neo erst am Montag offiziell vorgestellt. Das Flugzeug soll dank eines großen Zusatztanks eine Reichweite von 8700 Kilometern haben und damit Flüge von Europa nach Amerika beziehungsweise nach Indien ermöglichen. Airbus will mit der neuen Version einer möglichen Neuentwicklung von Boeing zuvorkommen.

Boeing will die Lücke zwischen den Mittelstreckenjets seiner B-737 und größeren Langstreckenjets wie dem "Dreamliner" (B-787) mit einer kompletten Neuentwicklung füllen. Das "New Midsize Aircraft" soll 2025 fertig sein. Allerdings hat der Konzern noch nicht entschieden, ob er den Jet wirklich baut. Airbus hingegen will mit der Auslieferung von A-321XLR im Jahr 2023 beginnen.

Boeing steckt nach dem Absturz zweier Maschinen vom Typ B-737max8 in einer tiefen Krise. Für die Mittelstreckenjets der "max"-Reihe gilt nach den Unglücken mit insgesamt 346 Toten ein weltweites Flugverbot.
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