Airline vor Insolvenz

Primera Air stellt Flugbetrieb ein

Primera Air fliegt nicht mehr weiter.
Primera Air
Primera Air fliegt nicht mehr weiter.

Vor Kurzem gab Primera Air bekannt, Fernflüge ab Berlin-Tegel und Frankfurt starten zu wollen. Doch diese Pläne lösen sich nun offenbar in Luft auf.

Primera Air teilte auf seiner Website mit, an diesem Dienstag seinen Flugbetrieb einzustellen und am selben Tag Insolvenz anmelden zu wollen. „Es ist uns nicht gelungen, mit unserer Bank eine Übergangslösung zu finden“, hieß es in einer Erklärung auf Facebook. Eigenen Angaben zufolge transportierte die Fluggesellschaft mehr als eine Million Passagiere jährlich.

Noch Anfang September hatte Primera Air mitgeteilt, im kommenden Sommer drei neue Interkont-Routen nach Nordamerika durchführen zu wollen. Der zuvor klassische Charter Carrier Primera Air wollte im Juni 2019 Flüge ab Tegel nach Newark (täglich), Boston (viermal wöchentlich) und Toronto (dreimal wöchentlich) anbieten. Auch Fernstrecken ab Frankfurt, Brüssel, Paris und London waren geplant. Zum Einsatz sollten Boeing B-737max9 kommen. Insgesamt erwartete Primera Air, die zur isländischen Primera Travel Group gehört, die Auslieferung von mehr als 20 langstreckenfähigen Airbus- und Boeing-Jets.

Nun teilte die Airline mit, dass der Grund für die schlechte finanzielle Situation ein zehn Millionen Euro teurer Rostschaden an einer Maschine sei. Außerdem habe man zahlreiche Flugzeuge anmieten müssen, weil neue Maschinen nicht geliefert wurden. (dpa)

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