Airline-Konzern

IAG kritisiert staatliche Unterstützung für Flybe

Solche 78-sitzige Bombardier Dash 8Q bilden das Rückgrat der Flybe-Flotte.
Flybe
Solche 78-sitzige Bombardier Dash 8Q bilden das Rückgrat der Flybe-Flotte.

Die British-Airways-Konzern-Holding International Airlines Group (IAG) kritisiert die geplante Rettung des angeschlagenen Regionalfliegers Flybe auf Staatskosten.

Der zwischen der britischen Regierung und den Flybe-Aktionären wie Virgin Atlantic vereinbarte Deal sei ein "eklatanter Missbrauch von öffentlichen Geldern", schrieb IAG-Chef Willie Walsh an die Wettbewerbshüter in der EU-Kommission in Brüssel. Britischen Medien zufolge sieht der Pakt unter anderem Steuererleichterungen vor und könnte der Airline helfen, bis zu 100 Mio. Pfund (etwa 116 Mio. Euro) einzusparen.

Flybe fliegt Nordirland und andere Regionen in Großbritannien an. 2019 hatte sich ein Konsortium um Virgin Atlantic, an der der US-Megacarrier Delta Air Lines beteiligt ist, bei dem Regionalflieger eingekauft. "Virgin/Delta wollen nun, dass der Steuerzahler die Rechnung für ihr Missmanagement begleicht", wetterte Walsh. Einem Bericht des Senders BBC zufolge kritisierten auch die britische Easyjet und die irische Ryanair, Steuergelder sollten nicht herangezogen werden, um einen Konkurrenten zu retten.

Die EU-Kommission stehe bereit, um mit Großbritannien über die Vereinbarkeit der geplanten Hilfe für Flybe mit den EU-Regeln über Staatshilfen zu reden, sagte Sprecherin Arianna Podesta. "Im Allgemeinen muss jede Staatshilfe so angelegt sein, dass der Wettbewerb nicht verzerrt wird und gleiche Wettbewerbsbedingungen aufrecht erhalten bleiben", sagte sie. Trotz des geplanten Austritts aus der EU zum 31. Januar wird Großbritannien während der Übergangsphase weiterhin mindestens elf Monate an die Brüsseler Wettbewerbsregeln gebunden sein.
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