Airbus-Misere

Emirates will weniger A-380 abnehmen

Für die bislang bei Airbus fest bestellten 321 A-380 ist Emirates Airline mit 162 Exemplaren der mit Abstand größte Abnehmer.
Emirates
Für die bislang bei Airbus fest bestellten 321 A-380 ist Emirates Airline mit 162 Exemplaren der mit Abstand größte Abnehmer.

Nicht weniger als das endgültige Aus der A-380-Produktion droht Airbus. Insidern zufolge will Emirates statt der letzten 20 bestellten Exemplare lieber einen kleineren Flugzeugtyp erhalten.

Die größte A-380-Kundin, Emirates Airline, wolle ihre jüngste Bestellung über 20 Maschinen ganz oder teilweise auf den kleineren Langstreckenjet A-350 umschreiben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Der Flugzeug-Hersteller bestätigte, dass er mit Emirates über den A-380-Auftrag spreche. Zu Details wollte sich das Unternehmen aber nicht äußern. Emirates und der ebenfalls betroffene Triebwerk-Hersteller Rolls-Royce lehnten eine Stellungnahme ab.

Emirates ist mit 162 bestellten und größtenteils bereits ausgelieferten A-380 die größte Abnehmerin des doppelstöckigen Flugzeugs. In den vergangenen Jahren hatte kaum noch eine Airline den Typ geordert. Airbus drohten die Bestellungen auszugehen. Der Konzern fährt die Jahresproduktion daher von zeitweise bis zu 30 Maschinen auf nur noch 6 Exemplare zurück.

Vor rund einem Jahr hatte der langjährige Airbus-Verkaufschef John Leahy gewarnt, dass der Hersteller die Produktion des Riesenjets ohne eine größere Neubestellung über kurz oder lang einstellen müsste. Wenig später bestellte Emirates 20 Maschinen und sicherte sich eine Option auf 16 weitere Exemplare. (dpa)

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