Air France

Piloten stimmen für Billigableger

Eigentlich gelten Piloten der Air France nicht gerade als streikunfreudig. Doch mit Blick auf die harte Konurrenz durch Emirates und Co zeigten sie Einsicht.
Claire-Lise HAVET/AirFrance
Eigentlich gelten Piloten der Air France nicht gerade als streikunfreudig. Doch mit Blick auf die harte Konurrenz durch Emirates und Co zeigten sie Einsicht.

Eine Fluggesellschaft für Langstrecken, die mit niedrigeren Kosten gegen Emirates und Co antritt? Dem stimmten nun überraschend die Piloten der Air France zu.

Die Piloten der Air France haben sich für die Gründung einer neuen Langstrecken-Tochter mit niedrigeren Kosten offen gezeigt. In einer Abstimmung stellten sich 58,1 Prozent der Teilnehmer gegen die Position der Piloten-Gewerkschaft SNPL und akzeptierten grundsätzlich die Schaffung der neuen Fluggesellschaft, die den stark wachsenden Golf-Airlines Paroli bieten soll. Wie die Gewerkschaft mitteilte, beteiligten sich 73,8 Prozent der Air-France-Piloten an der Befragung.

Air France-KLM hatte die neue Airline im November angekündigt. Sie soll ausdrücklich nicht als Billigflieger antreten, aber günstiger arbeiten und so auf besonders umkämpften Märkten gegen Konkurrenten wie Emirates bestehen können. Dazu sollen auch die Mitarbeiter Zugeständnisse machen.

Die SNPL, die die Befragung organisiert hatte, nahm das Ergebnis zur Kenntnis und kündigte an, dass der Gewerkschaftsrat sich am Mittwoch damit befassen werde. Das Resultat sei keine Blankovollmacht für das Unternehmen, hieß es in der Mitteilung – das Management müsse Garantien geben. Die Gewerkschaft wolle nun über die Details verhandeln, sagte ein Sprecher. Wegen bestehender Vereinbarungen brauche Air France die Zustimmung der SNPL, um die Pläne umzusetzen. (dpa)

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