Air Berlin

Gepäckstress über Ostern möglich

Die Tage um Ostern gehören zu den verkehrsreichsten des Jahres. Für Air-Berlin-Passagiere dürfte das lange Wochenende unangenehm bleiben. Im Koffer-Chaos von Tegel ist wohl noch keine Besserung in Sicht.

Kunden von Air Berlin müssen sich auch am besonders reisestarken Osterwochenende auf Probleme bei der Gepäckabfertigung am Flughafen Tegel einstellen. „Realistischerweise werden wir eine Situation haben, die sich nicht grundlegend von den vergangenen Tagen unterscheidet“, sagte ein Unternehmenssprecher nun der Deutschen Presse-Agentur. „Es kann weiterhin zu einzelnen Beeinträchtigungen kommen, die wir als Airline sehr bedauern.“

In der kritischen Zeit von Karfreitag bis Ostermontag sind bei der Gesellschaft im Schnitt über 130 Starts und Landungen pro Tag in Tegel geplant. Zur Wochenmitte hatte sich die Lage nach dem Wechsel zum Bodenverkehrsdienstleister Aeroground immer noch nicht entspannt.

Die Engpässe bei dem Abfertiger zwangen Air Berlin bereits zum Umbau wichtiger Teile des Flugplans. So können die Passagiere auf zwei neuen US-Verbindungen erst später ab Tegel fliegen oder müssen auf Düsseldorf ausweichen: Die Langstrecken nach Los Angeles und San Francisco wurden von Anfang auf Mitte beziehungsweise Ende Mai verschoben.

Die seit Jahren kriselnde Airline hatte am 26. März ihren Partner am Berliner Flughafen gewechselt. Seitdem müssen etliche Passagiere auf Gepäck warten, Flüge starten zu spät. Die Lage sei inakzeptabel, kritisierte Air Berlin. Aeroground hatte zuvor versichert, die Probleme bis spätestens Ostern in den Griff zu bekommen.

Abfertiger Aeroground weiter mit Problemen

Die Firma ist eine Tochtergesellschaft des Münchner Flughafens. Dort hieß es, mittlerweile seien rund 200 Mitarbeiter in Tegel eingesetzt. Ein Problem sei, dass für etwa 40 Kollegen Sicherheitsprüfungen und Zugangsberechtigungen ausstünden. Eine Sprecherin bekräftigte jedoch: „Der Osterverkehr ist unsere Hauptanstrengung.“

Aeroground sieht einen Grund für die Verzögerungen auch bei der Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg. „Leider verläuft die Bearbeitung unserer Anträge sehr schleppend“, kritisierte das Unternehmen in der „Bild“-Zeitung und in der „B.Z.“. Das Amt verwies demnach allerdings darauf, dass die meisten beantragten Überprüfungen längst mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden seien.

Zwischenzeitlich hatten auch Air-Berlin-Beschäftigte ausgeholfen, um die Engpässe in der Gepäckabfertigung in Tegel zu entschärfen. Der frühere Dienstleister Wisag ist an dem Flughafen nur noch für den „Lost and Found“-Service zuständig. (dpa)

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