Air Berlin

Flugbegleiter-Gewerkschaft vor Klage

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation kämpft um ihre Mitspracherechte. Sie will Tarifpartner auch für die Crews der 38 Flugzeuge, die an die LH Group vermietet werden, bleiben.

Bei der geplanten Vermietung von 38 Flugzeugen von Air Berlin an den Lufthansa-Konzern will die Kabinen-Gewerkschaft Ufo Mitspracherechte notfalls juristisch durchsetzen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation wolle als Tarifpartner neben der Gewerkschaft Verdi mit der Führung von Air Berlin über die Umsetzung sprechen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Falls die Konzernspitze dies verweigere, erwäge Ufo eine Klage, um die Teilnahme an Gesprächen oder Verhandlungen zu erzwingen. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Die angeschlagene Air Berlin hatte sich im Dezember mit Lufthansa darüber geeinigt, 38 Airbus-Mittelstreckenjets samt Piloten und Flugbegleitern von März 2017 an für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines zu vermieten. Bei Air Berlin wird das Bodenpersonal traditionell von Verdi vertreten. Ufo will ebenfalls Tarifpartner werden und hat ihren Mitgliedern unter den Air-Berlin-Flugbegleitern mitgeteilt, Gespräche mit dem neuen Vorstandschef Thomas Winkelmann über den gemeinsamen Flugbetrieb aufzunehmen. Alle betroffenen Gewerkschaften bei Air Berlin müssten zusammenarbeiten, so der Ufo-Sprecher. Bei Air Berlin war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (dpa)

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