Aer-Lingus-Übernahme

IAG mit irischem Staat einig

Mit Airbus A-330 betreibt Aer Lingus in Dublin auch ein eigenes Interkont-Drehkreuz.
AER LINGUS
Mit Airbus A-330 betreibt Aer Lingus in Dublin auch ein eigenes Interkont-Drehkreuz.

Die britisch-spanische Airline-Holding IAG, der bereits British Airways, Iberia und Vueling gehören, wächst erneut. Die Übernahme der irischen Aer Lingus ist nur noch Formsache.

Die British-Airways-Mutter IAG ist nach monatelangem Gezerre bei der geplanten Übernahme der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus einen großen Schritt voran gekommen. Am Dienstagabend teilte die irische Regierung mit, den Staatsanteil an Aer Lingus von 25 Prozent an die Briten verkaufen zu wollen. Nun muss noch der irische Wettbewerber Ryanair seinen Anteil von knapp 30 Prozent ebenfalls veräußern. IAG hatte betont, nur zu übernehmen, wenn beide großen Anteilseigner mitziehen.

Die Briten teilten am Dienstag mit, dass sie sich mit den unabhängigen Verwaltungsräten von Aer Lingus auf eine Übernahme für 2,50 Euro und 5 Cent Dividende jeweils in bar je Anteilschein geeinigt hätten. Damit hat das Geschäft ein Volumen von knapp 1,4 Mrd. Euro.

Zuletzt hatte Air Lingus im Januar ein auf 2,40 Euro je Aktie aufgestocktes Angebot von IAG abgelehnt. Auch die irische Regierung hatte zunächst Nein gesagt und mehr Zugeständnisse bei Arbeitsplätzen und Flugrouten gefordert. Aer Lingus ist für IAG vor allem wegen der Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Heathrow interessant. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats