Änderung der Konditionen

Eurowings streicht Verpflegung beim Smart-Tarif

Bei Eurowings an Bord: Smart-Kunden dürfen künftig bevorzugt einsteigen.
Volker Nothdurft/www.desoto.de
Bei Eurowings an Bord: Smart-Kunden dürfen künftig bevorzugt einsteigen.

Eurowings verändert ihren sogenannten Smart-Tarif für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Vom 4. Juni an gelten für Gäste mit besagtem Tarif neue Konditionen. Das Gute: Sie dürfen früher an Bord gehen. Der Nachteil: Sie müssen auf kostenfreie Snacks und Getränke verzichten.

Vom 4. Juni 2019 an – es gilt das Datum der Buchung beziehungsweise Ticketausstellung – müssen Eurowings-Gäste mit Smart-Tarif-Tickets auf Kurz- und Mittelstreckenflügen auf die kostenfreie Verpflegung verzichten. Sie müssen wie die Kunden, die den günstigen Basic-Tarif gebucht haben, dann für Wasser, Bier und Brötchen bezahlen. Das geht aus einer Vertriebsinformation hervor, die Eurowings an ihre Reiseverkäufer verschickt hat und die der fvw vorliegt.



Im Gegenzug für den Verzicht dürfen sich die Smart-Kunden künftig generell vorm Einsteigen ins Flugzeug in die Schlange für "Priority Boarding" stellen. Sie profitieren so von einem schnelleren Einstieg ins Flugzeug. Zudem ist ihnen garantiert, dass sie mindestens ein Handgepäckstück mit in die Kabine nehmen dürfen, auch wenn der Flug ausgebucht ist. Laut Eurowings hat die Airline die Änderungen vorgenommen, weil sich "die Kundenansprüche" verändert hätten.

Die beiden Vorzüge für Smart-Kunden hatte Eurowings bereits zuvor bekannt gegeben. Sie hängen mit den veränderten Boarding-Regeln zusammen, die seit Ende April an ersten Eurowings-Flughäfen eingeführt wurden. Die fvw hatte im Vorfeld darüber ausführlich berichtet. Die bereits bekannten neuen Boarding-Regeln sollen bis Juni 2019 in Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Wien und Palma de Mallorca eingeführt sein und dann bis September 2019 auf alle Eurowings-Flüge ausgweitet sein.

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  1. M. Moldenhauer
    Erstellt 22. Mai 2019 15:55 | Permanent-Link

    Gut gemacht! Die Snacks auf der Kurzstrecke waren qualitativ ohnehin nie eine Freunde und sind daher leicht verzichtbar. Das bessere Boarding macht die Handgepäckthematik einfacher und damit besser.

  2. Von dem Bruch
    Erstellt 22. Mai 2019 18:52 | Permanent-Link

    Das dürfte EW als versteckte Preiserhöhung ca. 3-5 € mehr pro Pax bringen

  3. A. Dingeldey
    Erstellt 23. Mai 2019 08:15 | Permanent-Link

    Der Snack wurde immer schlechter uns billiger. Darauf haben sich die Kunden beschwert. Als Lösung wird er nun ganz abgeschafft. Generell kann man bei der gebotenen geringen Qualität auf das Essen an Bord verzichten - das kauft man vor Abflug und nimmt es mit an Bord.
    Wenn am Ende alle Priority Boarding haben, bringt es auch nichts mehr. Vielleicht wären hier mehrere Boarding Gruppen sinnvoll (wie in den USA).

  4. Wolfram Schneppe
    Erstellt 23. Mai 2019 16:54 | Permanent-Link

    Oder auf Qualität setzen - damit fliegt man gerne, das verkauft man gerne. Wie es A. Dingeldey schreibt: was bringt mir nachher das Priority Boarding für alle, bitte??? Es geht nur um das schnelle Geld!

  5. A.Schlehuber
    Erstellt 23. Mai 2019 17:02 | Permanent-Link

    @W.Schneppe Genau den Nagel auf den Punkt getroffen - QUALITÄT. Das sog. Qualitätsmanagement bei den Airlines ist zum Sparmanagement verkommen. Wenn man deren Gehälter auf die Qualität der Schrippen umlegt, werden die richtig lecker.

  6. Sebastian v. Stein
    Erstellt 29. Mai 2019 10:26 | Permanent-Link

    Der Snack wurde immer gruseliger (pappiges Sandwich) und das italienische Wasser im Tetrapak schmeckte grausig metallisch. Darauf kann ich gut und gern verzichten. In der Luft hat man jedoch oft Durst und das zusätzliche Getränk fand ich gut, doch auch das wird nun gestrichen. Also vorher in die Lounge und genug trinken bzw. vorher etwas kaufen. EW spart sich das wenige Geld dafür und bietet statt dessen ein für EW gänzlich kostenfreies "tolles" priority boarding an .... super wenn das dann bald alle haben. Jeder LH-Senator denkt sich dann auch, doller deal ....

  7. B. Hartung
    Erstellt 29. Mai 2019 11:20 | Permanent-Link

    Ein Schlag ins Gesicht für alle Statuskunden, dass plötzlich auch alle anderen Paxe Priority Boarding machen dürfen. SEN`s die tausende von Euro für die Airline ausgeben, sind dann plötzlich gleichgestellt mit jedem anderen Urlaubspassagier. Bedauerlich und schade. Mal sehen, ob hier "Kundenbefragungen" auch dazu führen, dass dies wieder geändert wird. Erstaunlicherweise bekommt UA eine anständiges Boarding nach Gruppen seit Jahren hin und behandelt Statuskunden entsprechend. Allerdings, EW gehört nicht Star Alliance an, sodass man sich eigentlich glücklich schätzen darf, überhaupt "bevorzugt" behandelt zu werden. Dumm nur, dass auf den EW-Flugzeigen "Lufthansa Group" steht. Ein kleiner Fehler im System und zahlt nicht wirklich auf die Markenstrategie der Lufthansa Gruppe ein.

  8. Jochen K.
    Erstellt 29. Mai 2019 12:13 | Permanent-Link

    Sehe ich auch so: Die (m.M.n. berechtigten) Beschwerden bzgl. der Snackqualitaet, fuehrten jetzt zur Komplettabschaffung. Dafuer hat man sich beim ungeliebten Mitbewerber Ryanair das Priority Boarding inkl. garantierten Handgepaeck abgeschaut. Abgrenzung und Qualitaetsanspruch sieht in meinen Augen anders aus. Bei Bustransfer zur Aussenposition (in STR die meisten EW-Fluege) ist 'Priority Boarding' sowieso witz- und zwecklos. Schade EW :-/

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