100 Mio. Dollar

Boeing will Gemeinden für Flugzeugabstürze entschädigen

Die B-737max-Jets von Boeing müssen wegen Sicherheitsproblemen nach wie vor weltweit am Boden bleiben.
Andreas W. Schulz
Die B-737max-Jets von Boeing müssen wegen Sicherheitsproblemen nach wie vor weltweit am Boden bleiben.

Der US-Flugzeug-Hersteller Boeing bietet Angehörigen von Opfern der Jet-Abstürze in Indonesien und Äthiopien Finanzhilfen an.

Der Konzern teilte am Mittwoch mit, 100 Mio. US-Dollar (umgerechnet 89 Mio. Euro) bereitzustellen. Das Geld solle auch Gemeinden zugute kommen, die von den Abstürzen betroffen sind. Es werde in Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und örtlichen Behörden in Programme etwa zugunsten von Ausbildung und Entwicklung fließen und die Familien und Gemeinden finanziell unterstützen. Bei den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen vom Typ B-737max8 waren im Oktober und März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

Parallel verhandelt Boeing vor Gericht mit Angehörigen von Absturzopfern über einen Vergleich. Die Parteien hätten sich geeinigt, eine rasche Lösung auszuloten, damit die Betroffenen ohne lange Rechtsverfahren entschädigt werden können, hatte ein Boeing-Sprecher vergangene Woche erklärt.

Dabei geht es zunächst um den Absturz der B-737max8 in Indonesien vom 29. Oktober 2018. Doch auch wegen des Absturzes vom 10. März 2019 in Äthiopien ist Boeing mit solchen Klagen konfrontiert. Der US-Konzern steht im Verdacht, die Sicherheit der B-737max vernachlässigt zu haben. Erste Untersuchungsberichte deuteten auf einen Software-Fehler als entscheidende Absturzursache hin.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats