Ferienflug (fvw exklusiv)

Smartwings kommt nach Deutschland

Der tschechische Billigflieger Smartwings mit Sitz in Prag will in Deutschland eine Airline aufbauen. Treibende Manager des Projekts auf dem hiesigen Markt sind die beiden ehemaligen Small-Planet-Geschäftsführer Andreas Wobig und Oliver Pawel.

Nach dem Aus des Fereinfliegers Small Planet gehen die beiden Airline-Manager Wobig und Pawel nun ein neues Projekt an. Im Auftrag der tschechischen Smartwings arbeiten sie am Aufbau eines deutschen Smartwings-Ablegers mit eigener Flugbetriebslizenz (AOC). Die Airline soll im Charterflug-Segment zum Einsatz kommen. Vertriebsexperte Oliver Pawel hat das Projekt eigenen Aussagen zufolge bereits bei etlichen Reiseveranstaltern vorgestellt. "Smartwings wird ab November zunächst mit einer Boeing B-737-800max in Deutschland starten", sagt Pawel. Abflughäfen und Ziele stünden noch nicht fest. Smartwings wolle aber im Bereich Ferienflug in Deutschland Fuß fassen.

Der Job von Wobig besteht darin, die nötigen Voraussetzungen für das deutsche AOC zu schaffen. Das Luftfahrtbundesamt verlangt dafür einen umfangreichen Katalog an Maßnahmen. Für bestimmte Funktionen müssen beispielsweise ausgewiesene Experten bereit stehen. Wobig: "Hier können wir auf Kapazitäten aus dem ehemaligen Small-Planet-Team zurückgreifen." Small Planet Deutschland musste im vergangenen Herbst nach nur drei Jahren am Markt Insolvenz anmelden und wurde mittlerweile liquidiert. Auch die Muttergesellschaft aus Litauen hat ihren Betrieb eingestellt.

Smartwings hat ihre Wurzeln in Osteuropa. Die Airline wurde 2004 gegründet und ist eine Tochtergesellschaft der tschechischen Travel Service. Mittlerweile unterhält die Airline eine Flotte mit mehr als 30 Boeing-Jets. Sie ist bereits in Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei aktiv. Smartwings hat bei Boeing 25 B-737-800max bestellt, 13 davon sind laut Pawel bereits eingeflottet.

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