Coronavirus-Folgen

Luftfahrt verliert große Umsätze im China-Verkehr

Für den Luftverkehr wird der Ausbruch des Virus Sars-CoV-2 in China richtig teuer. Erste Schätzungen gehen von Umsatzverlusten in Milliardenhöhe aus – und das allein auf grenzüberschreitenden Flügen.

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus führt bei Fluggesellschaften zu milliardenschweren Umsatzausfällen. Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation Icao geht in einer ersten Schätzung von 4 bis 5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 3,7 bis 4,6 Mrd. Euro) allein fürs erste Quartal aus. Die ökonomischen Auswirkungen dürften damit nach Einschätzung der UN-Sonderorganisation stärker ausfallen als bei der Sars-Epidemie vor 17 Jahren.

Der Organisation zufolge haben ausländische Airlines ihr Angebot zum chinesischen Festland inzwischen um 80 Prozent reduziert, während die Fluggesellschaften der Volksrepublik China 40 Prozent weniger internationale Verbindungen anbieten. Rund 70 Gesellschaften hätten ihr Angebot ganz unterbrochen, weitere 50 die Verbindungen ausgedünnt.

Ursprünglich sei für das erste Quartal ein Ausbau des China-Verkehrs um 9 Prozent geplant gewesen, so die Icao. Nun sei für diesen Zeitraum mit einem Rückgang um bis zu 41 Prozent im Vergleich zu den Planungen zu rechnen, was bis zu 19,6 Mio. Fluggästen entspreche.

In den Umsatzschätzungen sind laut Icao weder das Frachtgeschäft noch Inlandsflüge oder die ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Verbindungen nach Hongkong, Macao oder Taiwan berücksichtigt. Umsatzverluste durch ausbleibende chinesische Touristen würden ebenfalls in Milliardenhöhe in Japan und Thailand erwartet.
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