WTM

Nach dem Schauer

Der World Travel Market (WTM) in London ist so etwas wie ein Barometer für die Stimmung in der Reisebranche weltweit und ihre Erwartungen an das nächste Jahr. Es zeigt erstaunlich viel Aufhellung. Zu recht?

von Michael Krane, 09.11.2011, 14:26 Uhr

London im Novembernieselregen, das ist die Zeit des WTM, wenn Aussteller und Einkäufer zu Tausenden in das Excel-Center strömen. Die Stimmung erinnert diesmal an die Erleichterung einer Wandergruppe nach dem Gewitter. Dabei haben sich die Verschuldungsprobleme der Staaten in der Euro-Zone zwar nicht entspannt, und Destinationen, die von den großen Quellmärkten Europas abhängig sind, zweifeln noch an der Reiselust ihrer Kunden im nächsten Jahr. Aber Zuversicht verbreitet ausgerechnet 2011, das eher zu den schwierigen unter den heiklen Reisejahren gehörte (Fukushima, Nordafrika, Verbraucherverunsicherung in Europa) und trotzdem noch mit ansprechenden Zuwächsen abschließt.

Außerdem weiß die Branche mit externen Schocks immer besser umzugehen, wie immer wieder auch in London zu hören ist. Was ebenfalls zur Gelassenheit in den Londoner Messehallen beiträgt: Die Gewichte im Reiseverkehr verschieben sich. Die Rolle vieler Länder, die bislang eher als Destination wahrgenommen wurden, wandelt sich rapide. China, Indien, Brasilien, der Mittlere Osten und Russland gewinnen als Quellmärkte an Selbstbewusstsein und stehen nicht mehr in Abhängigkeit zur Reiselust in der Alten Welt. Für diese Länder wird es immer weniger wichtig, wie sich die Wirtschaft in den USA und in Europa entwickelt. Dur oder Moll – wie sind Ihre Erwartungen für 2012?

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