Wochenschau

Was wir diese Woche nicht meldeten

Jeden Tag volle News-Power auf fvw.de. Aber nicht über alles und jeden Eiswasserkübel berichten wir.

von Klaus Hildebrandt, 22.08.2014, 13:48 Uhr

Die Ice Bucket Challenge überflutet die Reisebranche. Auf Facebook finden sich zahlreiche Videos von durchnässten Touristikern – danke übrigens Markus Orth für die Nominierung der fvw :-). Top-Shots wie Christian Clemens (TUI Deutschland), Carnival-Chef Arnold Donald oder der unvermeidliche Michael O'Leary (der allerdings mit über zehn Rieseneimern Eiswasser am meisten abbekam und gleich eine Pressemitteilung rausgab) sind darunter. Das reicht für ein Wochenende Facebook-Gucken.

Erspart haben wir uns eine Analyse des Mini-Wirbels um die verunglückte Schwarzwald-Kampagne. Auch die Meldung "Zirbenkissen, Doggln oder Glaskugeln: Advent in Tirol" habe ich, liebe Tirol-Werber, leider gleich gelöscht. Es war diese Woche so kalt in Hamburg, da mag ich noch gar nicht an den Winter denken. Auch "Mit Kaldewei das Dolce Vita in der ewigen Stadt genießen" löschte ich – nach Rom würde ich doch lieber mit meiner Frau fahren.

Noch stärker als alle Krankheiten dieser Welt wird offenbar das Reiseverhalten im Internet erforscht. Das gibt dann jede Woche wieder ulkige Pressemitteilungen. In einer (Titel "App statt Reisebüro") heißt es: "Gerade für klassische Urlaube ist das Internet einer der beliebtesten und einfachsten Wege, um Geld zu sparen und gleichzeitig eine Reise ganz nach den eigenen Vorstellungen zu planen." Das Internet billiger? Ich kann es nicht mehr hören. Aber jetzt weiß ich, dass ich mit dem Reisebüro nicht nach meinen Vorstellungen planen kann, sondern nehmen muss, was mir vorgesetzt wird.

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Resarch Tools kommt zu folgendem Schluss: "Fünf Veranstalter decken knapp die Hälfte des Marktes in der Zielgruppe Online-Bucher ab. Dertour und L’tur haben in der Zielgruppe vergleichsweise hohe Anteile." L'tur, ja okay, aber Dertour als Online-Hero? Da hat hat uns Michael Frese immer was ganz anderes erzählt. Nicht umsonst heißt eine Diskussion auf dem fvw-Kongress: "Können die Veranstalter wirklich im E-Commerce punkten?". Wir werden es in Köln erfahren.

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