Vorzugspreise

Bitte um Einlaß

Der Vertrieb diskutiert am Mittwoch über sein wichtigstes Thema. Hoffentlich hört jemand zu.

von Dirk Rogl, 14.04.2008, 15:38 Uhr

Iata-Agententagungen haben eine großartige Tradition. 2004 zerrissen die Mittler vor den Augen von Lufthansa-Vorstand Thierry Antinori ihre Agenturverträge, um damit gegen die kommende Nullprovision zu protestieren. 2001 stand der Vertrieb wie eine Eins gegen die Einführung der damals geplanten Flat-Fee-Vergütung. Für Antinori sei das "der Gang nach FRA-Nossa" gewesen, titelte die fvw. Welches Bild wohl von der Konferenz der Iata-Agententagung 2008 ausgeht? Hoffentlich nicht das von verschlossenen Türen. Denn anders als bei früheren Tagungen laden nicht die Iata und ihr wichtiges Mitglied Lufthansa zur Zusammenkunft, sondern allein der DRV. Und der wird es den Reisebüros per demokratischer Abstimmung überlassen, ob die Fachpresse am Mittwoch der Generaldiskussion der Iata-Agenten folgen darf oder nicht. Ähnlich wie 2001 und 2004 ist das Thema äußerst delikat. Und ähnlich wie 2004 sind die Reisebüros entzweit. Es gibt Agenten, die die neuen Vorzugspreise der Lufthansa als Chance für ihr Unternehmen sehen. Es gibt aber auch viele Mittelständler, die einen massiven Protest gegen den Home Carrier wünschen. All dies ist längst kein Geheimnis mehr, sondern aktueller Stand der öffentlichen Berichterstattung, die die fvw in jedem Fall fortsetzen wird. Deshalb eine herzliche Bitte an alle Besucher der Konferenz der Iata-Agenten: Stimmen Sie für eine öffentliche Sitzung, stimmen Sie für Transparenz im Markt, stimmen Sie für das Informationsbedürfnis unserer Leser. Setzen Sie am Mittwoch ein Zeichen, in Anwesenheit der Fachpresse. Herzlichen Dank im Voraus.

Kommentare

von michael buller, 17.04.08, 13:04
das thema ist heikel....wie sie ja selber schon in ihrem blog geschrieben haben.....keiner möchte wirklich laut reden (könnte ja auswirkung haben). das sich zwar alle ärgern....aber nichts machen ...und kurzfristig damit mal eine ruhe ist (hauptsache ich kann verkaufen)...war schon immer ein problem. an mangelnder langfriststrategien leidet diese branche (im speziellen der vertrieb....aber eben nicht alleine)...und hechelt von einer verwundnung zur nächsten ...patient lebt noch....erstaunlicher weise....die frage nur...wieviel verträgt er noch (und hat die angebliche medizin wirklich genutzt) zentralen die etwas dagegen tun möchten..oder verbände...werden ignoriert (war ja jetzt so schön)....und was geht mich die branche an (in der ich mich eigentlich bewege) die onliner scheinen anscheinden die einzigen schon wieder zu sein die das gesamtbild und die gesamtauswirkung der vorteilspreise (allein der begriff muß einen doch zum kochen bringen....vorteil für wen...weder für kunden..noch für reisebüros...eher ...der egolufthansa tarif)....verstehen...und darüber tiefer nachdenken...und wohl auch reagieren die presse jetzt auch nicht dabei haben zu wollen....hätte den vorteil das man sich nochmal einigen könnte....und im stillen kämmerlein sich streiten kann....aber die frage ist....ob wir da nicht schon drüber hinaus sind....und jetzt mal selbstbewußtes handeln angesagt ist! aber es scheint wie immer abzulaufen....ärgern...wundern...aktzeptieren....und jammern (darin sind wir gut)

von Wolfgang Hoffmann, 17.04.08, 18:15
und wieder jammert jemand darüber, dass die Reisebüros immer nur jammern...und wieder wird ein wortreiches Lamento darüber abgelassen, dass keiner dem anderen überhaupt zuhört..., sich alle in einem Vergangenheitsbiotop der "guten-alten-Touristik" immer noch zu gut eingerichtet fühlen..., und wieder wird Antinori, der Antitouristiker als der Gehörnte vorgeführt, dem einstmals ein beherztes Fähnlein achso wütend die Meinung gegeigt hatte..., Mensch Leute, lieber Herr Buller, wir Reisebüros haben längst aufgehört, wie das Kaninchen auf die Schlange zu stieren..., haben es satt, uns immer nur daran zu orientieren, was die "da Oben" tun. Sollen sie doch machen, was sie für richtig halten. Wir tun das, was wir für richtig halten. Wir machen einfach. Wir ziehen unseren Stiefel durch, lassen die Anderen jammern, ab und zu schicken wir einen aus unseren Reihen vor, der ein wenig grundjammert, damit alle beruhigt sind und denken, ach, die jammern immer noch! Wir haben andere Wege, bessere Strategien für unsere Existenz, als immer nur zu protestieren und dem Belzebub Internet die Weihrauchkerzen vorzuhalten. Sie finden uns längst woanders, Herr Buller ;-)

von michael buller, 17.04.08, 22:25
na das lässt ja hoffen ;-) gruß buller

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