TUIFly

Ein Fest für alle Planespotter

Herzlich willkommen in der "Robinson Club Agadir" auf dem Flug nach Antalya. Das klingt nicht nur komisch, das ist es auch.

von Dirk Rogl, 10.11.2008, 11:25 Uhr

Kein Witz: Robinson hat die Patenschaft für 23 Boeing B-737 von TUIfly übernommen. Das Ganze ist natürlich keine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern eine konzerninterne Marketingaktion der TUI. Jenes Fluggerät, mit denen die TUI-Airline zu Warmwasserzielen abhebt, hört künftig auf den Namen jeweils eines Robinson Clubs. Den Anfang macht D-AHFR. Die B-737-800 hebt seit dem vergangenen Wochenende unter dem Namen "Robinson Club Agadir" ab. Das kommt prima an, wenn die TUI zum gleichen Zeitpunkt im namensgebenden Club in Marokko der versammelten Reisejournalie das neue Sommerprogramm vorstellt. Mit der "Robinson Club Agadir" in die Türkei zu fliegen könnte ebenso zu Irritationen führen wie mit der kommenden "Robinson Club Schlanitzen Alm" nach Israel. Beides ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit. Die Diskussion um die Akzeptanz der neuen Jetnamen bei den Charterkunden sei hier nur kurz angerissen. Es ist kaum vorstellbar, dass Aldiana & Co es prima finden, ihre Gäste in einen Flieger namens "Robinson Club" zu stecken. Aber obwohl auch schon der Airlinename keinen Jubel auslöste, fliegt die konkurrierende Club-Hotellerie munter weiter mit TUIfly – bislang zumindest. Und falls nicht? Dann muss schlimmstenfalls erneut umlackiert werden. Damit hat D-AHFR schon jede Menge Erfahrung. Erste Fotos eifriger Planespotter im Internet zeigen die B-737-800 im Jahr 2001 noch in klassischen Hapag-Lloyd-Farben. Ein Jahr später folgte der Wechsel in das blaue Farbkleid der damaligen UK-Schwester Britannia, dann die farbgleiche Werbung für Hapagfly.com und schließlich das gelbe TUIfly-Farbkleid – eine Menge Tapetenwechsel für einen nur sieben Jahre alten Flieger. Mit dem neuen Robinson-Logo kommt jetzt ein neuer Farbklecks dazu. Das freut zuindest die Planespotter. Bleibt es dabei oder winken danach weitere Aufträge für die Flugzeuglackierer? Ich bin gespannt.

Kommentare

von barthel.eu, 10.11.08, 12:48
Erinnert mich irgendwo an American Airlines. Die seinerzeit ihre Maschinen "silber" fliegen liessen, weil da wesentlich weniger Lack für verbraucht wurde... Der Aspekt der Umweltverträglichkeit, der heute ja relevanter wird mag bei manch einem da einen Gedanken an Schildbürger aufdrängen? Wenn TUIfly sich aber weiterhin alles leistet stellt sich tatsächlich die Frage, ob, bzw. warum die "Nicht-TUI"-Kunden nicht mehr umsteuern. Genügend Kapazitäten müssten in der aktuellen Krise doch zu bekommen sein? Germania fällt mir da ad hoc ein. Wo Michael O'Leary klar sagt, das Reisebüros unerwünscht sind scheint TUI die eigenen Wünsche eher indirekt zu äußern. Mit Hinblick auf die neuen Herren mit ihrem Sitz in London werden vielleicht einige Veranstalter mit einem dezenten "I am not amused" nun neue Partner für ihre Kapazitäten suchen? Der Chartermarkt jedenfalls bleibt spannend! -- Ich denke TUI wird aber die Maschine nicht ummalen, denn es wären ja Klagen von Passagieren zu befürchten, die sich weigern einzusteigen, weil sie ja nicht in den Robinson Club Agadir sondern ins All-Inclusive der Konkurrenz auf die Kanaren wollten ;-)

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