TUI

Malus für Michael Frenzel

Kennen Sie Jürgen Hambrecht? Laut Capital ist der BASF-Chef so ziemlich das Gegenteil von TUI-CEO Michael Frenzel.

von Dirk Rogl, 23.04.2008, 11:15 Uhr

Manager-Rankings sind für die Betroffenen schon gemein, insbesondere wenn sie mit in der Touristik höchst bekannten Begrifflichkeiten arbeiten. TUI-Chef Michael Frenzel passiert es in letzter Zeit häufiger, in derartigen Tabellen eher in unteren Regionen gelistet zu werden. So auch im jüngsten DAX-Ranking des Wirtschaftsmagazins

. Ganz oben steht BASF-Chef Jürgen Hambrecht, den die Capital-Juroren für sein Auftreten, seine Überzeugungskraft und - natürlich - für seine Orientierung am Shareholder Value loben. Auf Platz drei, gleich hinter Deutsch-Banker Josef Ackermann, kommt übrigens Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber. Und ganz unten? Sie wissen schon... Spannender ist da eine der Masterfragen für das Ranking. Wer der 30 Herren habe angesichts seiner Leistung einen Bonus oder einen Malus verdient, wollte Capital wissen. Wolfgang Mayrhuber gönnen immerhin 91,2 Prozent der Kapitalmarkt-Experten einen Aufschlag, Michael Frenzel nur 11,4 Prozent. Schlimmer noch: 35 Prozent wünschen Frenzel einen Malus. Im Sinne unserer Leser in den Reisebüros hier noch eine kleine Ergänzungsfrage an die Capital-Jury: Wer wünscht Wolfgang Mayrhuber trotz anvisierter Bonuszahlung eine persönliche Vorzugspreisgebühr? Was die beiden Herren tatsächlich verdienen, lesen Sie übrigens in der kommenden fvw 09/08, die am Freitag, 25. April, erscheint.

Kommentare

von Martin Pundt, 24.04.08, 20:57
Wer, wie Frenzel, seinen Vertriebsleiter stolz verkünden lässt "Wir haben in jedem Jahr eine Innovation beim Malus gebracht.“ (Jörg Eichler im Juli 2007), darf sich nicht wundern, wenn man ihm für 2008 diesen Malus auch mal selbst gönnt. Und wer, wie Mayrhuber, sich einerseits am 28. April 2004 vor den Tourismusausschuss des Bundestages stellt und das damals anstehende Nettopreismodell (Erinnern wir uns noch?) damit verteidigt, dass "die Airlines von der Gewinnträchtigkeit her ganz am Ende angesiedelt" seien - andererseits dann aber heute nachmittag einen operativen Quartalsgewinn vorlegt, der das Fünffache des Vorjahresquartalsergebnis beträgt (!), hat zwar für sein Unternehmen in schwierigen Zeiten erfolgreich gearbeitet. Aber er darf froh sein, wenn ihm die betroffenen Reisebüros dafür nur eine Vorzugspreisgebühr an den Hals wünschen, statt endlich aktiv anderen Airlines den VORZUG zu geben, weil Lufthansa uns mit ihrer PREISpolitik längst über GEBÜHR verärgert.

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