TUI AG

Wird die TUI russisch?

Jetzt wissen wir endlich, warum die Touristik Union in Hannover von den Gründerväter den Beinamen International bekam. Nicht, weil sie Reisen in alle Welt verkauft. Sondern, weil die Aktionärs-Versammlung der TUI aussieht wie die Vereinten Nationen.

von Klaus Hildebrandt, 22.11.2007, 09:58 Uhr

Spanier, Marokkaner, Norweger, Ägypter, Amerikaner halten schon größere Aktienpakete. Nun kommen die Russen. Multi-Milliardär Alexej Mordaschow hat für ein bißchen Kleingeld schon mal drei Prozent gekauft. In Hannover wird kolportiert, der Russland-Beauftragte der Deutschen Wirtschaft, Ex-Kanzler Gerhard Schröder, habe auf dem kleinen Dienstweg seinem Parteifreund Michael Frenzel bei der Kontaktanbahnung geholfen. Der TUI-Chef sagt dazu nichts, sondern quittiert dies Gerücht nur mit einem Lächeln. Gazprom lässt grüssen. Fehlt nur noch eins: Wann sponsert Mordaschows Stahlkonzern nach dem Vorbild von Gazprom und Schalke Severstal endlich Hannover 96? Das Geld für den Bundesliga-Club könnte die TUI sinnvoller verwenden: Für die Kümmerer-Kampagne des DRV. Denn Frenzel hat ja nun einen eigenen Kümmerer in Russland gefunden.

Kommentare

von Siegfried.Egyptien, 25.03.08, 10:52
Der Klaus hat die Vereinten Nationen schon mal vorab in den Blog gebracht. Der Mann hinter Mordaschow hat auch was mit den Vereinten Nationen vor. Von einem Schüler Le Corbusiers (treibende Kraft bei der Entstehung der Vereinten Nationen) kennt er die (vereinfachte) Gleichung: Tourismus = Frieden = Vereinte Nationen Der von Klaus vermutete "kleine Dienstweg" Frenzel-Schröder-Russland ist ein typisches KGB-Täuschungsmanöver. Der KGB-Mann, der Ende der 1980er Jahre von Dresden aus an dem Hamburger Reiseveranstalter "Hansa-Toursit" dran war, macht seine Rechnung lieber mit dem ("Haus-")Wirt. Bekanntlich bestimmt ja der Eigentümer einer Immobilie, was da passiert! Und Putin hat es auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen abgesehen. Und da haben Gerhard Schröder und seine SPD-Parteifreunde bekanntlich nix zu sagen gehabt. Das wollen diese jetzt noch mal im Verbund mit der CDU beweisen. (Bitte, FVW, recherchiert doch mal, wer in Manhattan als Eigentümer des UN-Headquarter im Grundbuch eingetragen ist! Ihr werdet keinen finden, der jemals existiert hat!) Erst als Putin erfahren hat, dass das Kyoto-Protokoll aus dem Umfeld des früheren Veranstalters Hansa-Tourist kommt, hat er es unterschrieben. Der Erfinder (des Kyoto-Protokolls) hat auch für Fidel Castro die Vision des Tourismus zur Verteidigung der Revolution erschaffen. Mordaschow soll für Putin die Kastanien aus dem Feuer zwischen Sotschi, Grosny und Moskau holen, an denen ein Willy Lemke sich die Finger zwischen Lhasa und Peking verbrennt.Bekanntlich wird die Rechnung mit dem Wirt gemacht!

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