Traveltainment

Der Anti-Standard kommt

Der fvw-Brennpunkt Datenstandard ist zu Ende. Und wie steht es um den Datenstandard selbst? Während die Branche um die Finanzierung ringt, tauchen neue technische Optionen auf. Wird der Gejagte noch zum Jäger? Und was winkt eigentlich als Trophäe?

von Dirk Rogl, 11.05.2011, 22:26 Uhr

Zugegeben: dieses Event war kein reines Vergnügen. Schlappe sechs Stunden haben wir heute die IT- und Vertriebselite der deutschen Touristik beim fvw-Brennpunkt Datenstandard in einen etwas zu kleinen und viel zu wenig klimatisierten Raum gepresst, mit ihr über Schnittstellen, Attribute und Formate diskutiert. Zum Finale gab es keinen Konsens, sondern viele offene Fragen und hitzige Worte. Kurzum: Aus meiner Sicht war der fvw-Brennpunkt ein voller Erfolg. Wie das? Ich formuliere noch einmal neu:

Sechs Stunden haben sich heute die Konkurrenten von TUI und Thomas Cook, von Peakwork und Vilauma, DRV und ASR, von Travelport und Amadeus die Zeit genommen, Strategien und Visionen rund um den neuen DRV-Datenstandard zu teilen und neu zu erarbeiten. Die technische Kompetenz bei Veranstaltern und Reisebüros ist dabei enorm gewachsen. Viele Touristik-Manager reden mit den "Traveltechies" auf Augenhöhe. Und zu guter letzt werden die Karten im Veranstalter-Vertrieb jetzt vermutlich noch einmal neu gemischt.

Bis heute morgen war die Sache klar. TUI, Thomas Cook und Rewe unterstützen die dezentrale Abfragelogik von Peakwork, das Einheitliche Datenformat von Vilauma und mehr oder weniger engagiert den DRV-Datenstandard. Das gilt auch heute noch. Aber es ist eben nur noch eine Seite der Medaille. Denn das hier ist wirklich neu (in chronologischer Reihenfolge bereit)

Die Karten werden nun ohnehin noch einmal neu gemischt. Traveltainment und Bewotec sind zwei Schwergewichte in der deutschen Traveltech-Szene. Sie haben durchaus das Zeug dazu, eine Alternative zur hoch gelobten Player-Hub-Logik und der dafür notwendigen Übersetzungssprache EDF zu sorgen. Ich wage heute nicht zu sagen, wer diesen Kampf gewinnt. Aber es ist tatsächlich ein Kampf. Möge er fair und konstruktiv ausgetragen werden. Und wenn es wieder einmal hakt, machen wir von der fvw gern mal wieder spontan einen fvw-Brennpunkt. Dieses neue Event-Format soll Bestand haben.

Ich habe heute viel dazugelernt. Sie auch, liebe Gäste und Mitleser des fvw-Brennpunkts Datenstandard? Wie haben Sie den Tag heute erlebt? Und wer setzt künftig Ihrer Meinung nach den Standard im Touristik-Vertrieb?

Kommentare

von Albrecht Senden, 12.05.11, 10:20
Kann den Vorstoß von TT und Bewotec nur begrüßen. Usebecks Aussage "ein offener Standard ist nicht moeglich und jede Initiative wird 100% scheitern" wurde spätestens durch den Vortrag von Alex Waibel ad absurdum geführt, da AxisData nun einmal erwiesenermassen MTS inventory im offenen OTA (open travel alliance) Standard fuer den peakwork player exportiert. Es gibt genuegend andere Beispiele fuer offene Datenstandards in der Touristik, die sehr erfolgreich fuer den Austausch touristischer Daten genutzt werden. So auch der Standard der TTI (= travel technology initiative), der von TOC in UK genutzt wird. Beide Beispiele (OTA und TTI) sind nicht nur offen (lizenzfrei und kostenlos in der Nutzung), sondern werden auch von Ihren Mitgliedern erfolgreich weiterentwickelt. Mitglieder sind u.a. Schwergewichte wie TOC, TUI, AMA, Sabre, Expedia, Hilton, Starwood, Avis, etc. Generell sind die vorgestellten Lizenzgebühren fuer die VAs und Vertriebskanaele nicht unerheblich, da jeder seine Hand aufhält: Vilauma mit der EDF Lizensierung, Peakwork mit Player und Hub und Herr Koch mit Globaltypes und Abfragestandard. Dagegen sind die "klassischen" Vertriebsplattformen mit Ihrem hoffentlich bald initierten OTDS, NTS, o.ae. Standard und eventuell Ihren eigenen Playern fast schon ein richtiges Schnäppchen. Der Zug hierfuehr ist noch laengst nicht abgefahren. Immerhin doktern die grossen VAs an Usbecks Loesung mittlerweile seit weit mehr als 1 Jahr herum. Ich frage mich auch wie lange der DRV mit seinen Standards erfolgreich sein kann: ueber den Sinn und Unsinn von Globaltypes wurde gestern bereits auf emotionale Weise diskutiert und ausschließlich XML als Abfragestandard vom DRV zu nutzen stelle ich auf in Frage. Sieht nicht so aus, dass sich die deutsche Touristik nicht wirklich auf nur einen Standard in der näheren Zukunft einigen wird. Danke an die FVW für den spannenden Brennpunkt

von Veranstalter-Techler, 12.05.11, 12:57
Guten Tag zusammen, neben der ausgefallenen Klimaanlage im Saal (die Bahn lies grüßen), die zum übel riechenden Saal und extremen Sauerstoffmangel führte, war der Brennpunkt spitze. Allerdings: - einige Referenten, vor allem Pascal Zahn, schossen direkt am Thema vorbei (gefragt war DRV Datenstandard inkl. Abfragelogik und GT´s. Kein Portugal, keine Player, keiner wollte die eigenen Olimar Benefits hören, weil wenig relevant im Markt). - die DRV Abfrageschnittstelle fällt zu sehr unter den Tisch und wird immer und immer wieder mit dem Player gleichgesetzt. ES IST NICHT ALLES PLAYER! - einig ist sich niemand und ich denke, die kommenden 2 Jahre können die Veranstalter weiter erfoglreich INFX INFX2 oder KATI einsetzen und schauen, was sich defintiv am Markt durchsetzt. - ich hoffe, es wird nicht zu viel unnötig Geld verbrannt, bis die ideale oder die idealen Lösungen bereitstehen. Einigung derzeit nicht in Sicht. Es gab 2006 bereits 3-4 Standards, seitdem wird immer wieder versucht, INFX tot zu bekommen. - einige vergessen vor lauter neuer Technologie, dass mit der heutigen Plattform bei TT, Traffics, Travel-IT unheimlich viel Umsatz erzeugt wird und darin in alten Formaten und in scheinbar überholten Prozessen noch täglich unglaublich viel Feinarbeit geleistet werden kann, die zu mehr Umjsatz und besserer Performance führt. - es gibt bereits wieder genügend Personen, die überlegen, aus EDF und Player wiederum INFX zu produzieren. Außer Entlastund eigener Rechnersysteme sehe ich keinen Vorteil, es sei denn 90% Content ändern sich täglich. Es sind aber nur 20%. - viele freuen sich auf das neue LMplus von Michael Kalt. Ich wünsche ihm dafür die besten Erfolgswünsche! Mein Fazit: Eine weiterentwickelte oder gänzlich neue Lösung benötigen alle. Jedoch sollten wir die heutigen Plattformen nicht aus den täglich prüfenden Augen (=Umsatz!) verlieren und exakt und ohne Aktionismus prüfen, welche neue Option die beste ist und Veranstalter und Reisevertrieb wirklich weiterbringt. DIE Lösung sehen wir nach über 1 Jahr längst noch immer nicht. Grüße Veranstalter-Techler

von Dirk Rogl, 12.05.11, 13:19
Lieber Veranstalter-Techler, das sind viele gute Punkte. Große Übereinstimmung - inklusive der katastrophalen Klimaanlage im ACC, für die wir uns nur ganz nachdrücklich entschuldigen können. In einem Punkt aber klares Veto: Pascal Zahn war überhaupt nicht am Thema vorbei, sondern traf genau unseren Erwartungen, sprich dem Briefing. Natürlich wollten wir auch hören, wie der Olimar-Player funktioniert. Und wir von der fvw lassen es uns auch nicht nehmen, unter dem Dachbegriff "Datenstandard" auch die Produkte aus dem Hause Peakwork und Vilauma zu bündeln und sie nicht stets - quasi als kostenfreie Werbung - separat aufzuzählen. Wenn Pascal Zahn also am Thema vorbei gewesen wäre, dann wäre es ein Großteil der Folgereferenten ebenfalls gewesen. Ja, der fvw-Brennpunkt Datenstandard hätte dann einen völlig falschen Namen gehabt. Und das würde ich dann auf meine Kappe nehmen. Aber die Musik spielt zurzeit eindeutig im Bereich EDF und Player-Hub sowie der Konkurrenz dazu. Ich hoffe, wir lagen da richtig.

von Ralf Usbeck, 12.05.11, 20:59
Hallo Albrecht Senden, hier vergleichen Sie zwei unterschiedliche Dinge. Es liegt wohl daran, dass immer noch nicht klar ist, wofür das EDF entwickelt wurde. Das EDF bildet alle Produktaufbauregeln, Preisberechnungen, Flugsteuerungsregeln und komplexen Yieldsteuerungen aller Veranstaltersysteme ab. Dadurch, dass hier jeder Veranstalter seine geheimsten Steuerungsregeln in einer offenen Community diskutieren müsste, wird allein schon der Versuch ein offenes Format zu entwickeln, welches zu 100% der Veranstalterprodukte abbilden kann, scheitern. Es geht hier nicht um einfache Hotelvertragsdaten, wie sie bspw. Im OTA abgebildet werden. Es geht um die Abbildung der komplexen Strukturen von Veranstaltersysteme. By the Way, OTA ist in keiner Weise lizenzfrei. Die Mitgliedschaft ist im Schnitt deutlich teurer als 400 EUR im Monat, welches der beteiligte Veranstalter fÜr das EDF zahlen müsste. Das EDF ist auch fuer den Vertrieb frei von Lizenzen. Jeder der von einem Veranstalter EDF bekommt, kann es frei nutzen. Viele Grüße Ralf Usbeck

von Pascal Zahn, 12.05.11, 21:28
Guten Abend Albrecht Senden, eine Frage habe ich: wenn ein neuer Standard a la OTA so einfach ist: wieso gibt es ihn dann noch nicht für die deutsche Pauschaltouristik? Haben da die IT-Schmieden geschlafen (immerhin diskutieren wir seit 2006 über diesen Standard )? Ich persönlich freue mich bestimmt am meisten, wenn es einen Standard für lau gibt, ich mag es nämlich überhaupt nicht für Technik zu zahlen, die es auch umsonst geben kann... Wie Ralf Usbeck aber schreibt, ist EDF aber "mehr". Guten Abend Veranstalter-Techler, es stimmt, dass auf dem Programm des fvw Brennpunkts bei meinem Vortrag nichts von Player/HUB und EDF steht. Wie Dirk Rogl bereits schrieb, sollte ich aber auch dies zeigen. Warum? Weil es doch schön zu sehen ist, dass „die neue Technik“ bereits live ist und funktioniert (entgegen den Theorien, die wir gestern hören konnten). Ich verstehe Ihren Hinweis allerdings in keiner Weise, wenn Sie schreiben „die Benefits sind wenig relevant im Markt“!? Geht es bei den Global Types, die Sie offenbar schätzen, nicht genau um Benefits? Sorry, dass ich als Beispiel hier „unsere“ Benefits genommen habe, ich wollte „für Einsteiger“ an echten Beispielen demonstrieren, was wir mit GlobalTypes erreichen können: u.a. eine bessere Beratungsqualität am Counter und „fairere Vergleiche“ (nicht mehr nur dieses dämliche, margen-reduzierende „Preis-Geraffels“). Bei Ihren anderen Punkten stimme ich fast immer überein! Beste Grüße aus Köln, Pascal Zahn

von Michael Becher, 12.05.11, 22:26
Guten Abend zusammen, Herr Usbeck hat in seinem Kommentar den Sinn von EDF, und damit auch von BDF oder OTDS, gut beschrieben. Ob solch ein Format nun frei ist oder nicht hat allerdings nichts mit seiner Komplexität zu tun, sondern mit dem Geschäftsmodel. Auch EDF könnte ein kostenfreies Format sein. Von daher hat ein Erfolg von einem Format nichts mit Frei/Unfrei zu tun, sondern mit (a) der Kompezent der Entwickler des Formates und damit seiner Qualität und (b) mit der Akzeptanz des Formates im Markt. Sicherlich wird ein Veranstalter seine Daten in solch einem Format nicht mehr so breit streuen wir seine INFX Dateien. Wie Herr Usbeck korrekt schreibt, verrät die Definition einiges über das Preismodel aus dem Veranstaltersystem. Auf der anderen Seite kann das meiste aber auch aus den Preistabellen der Kataloge mit entsprechendem Wissen und Aufwand ermittelt werden. Soweit ich das verstande sind aber die Kosten keine EUR 400 je Veranstalter, sondern EUR 400 je Brand, was dann weitaus höher sein könnte. Es gibt übrigens eine Menge Beispiele erfolgreicher freier Formate: DVI, HTML/XHTML, Office Open XML, PNG (Bildformat), XML, RTF, PostScript (PS), PDF, JPEG, ..... Und nutzen wir nicht alle XML Besten Gruß Michael Becher

von Ralf Usbeck, 13.05.11, 10:43
Hallo Herr Becher, es geht um die Entstehung eines solchen Formates und nicht nur um die Diskussion, ob dieses Format frei von jeglichen Kosten ist. Ich habe gesagt, dass der Versuch dieses Format "Open" zu erstellen, scheitert. Dafür ist das Thema viel zu komplex und es Bedarf viel zu viel Kommunikation über die internen Steuerungsmechanismen der Veranstalter. Und ich wette immer noch darauf, dass der Ansatz „Open“ nicht funktionieren wird. Mit Sicherheit kommt bei Ihnen und TravelTainment auch ein Format raus. Aber ob dieses Format dann in der Lage ist, Player so zu befüllen, dass alle Sonderegeln, Steuerungsregel und Preisaufbauregeln aller Veranstaltersysteme unterstützt, bezweifel ich. Das Format kann dann bestimmt die Logik ihrer eigenen Veranstaltersysteme (Vera und DaVinci) unterstützen, aber bestimmt nicht das komplexe System der TUI, oder die komplexe Struktur von Nurvis und alle Besonderheiten von Blank. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich mit meiner Aussage "Das schafft ihr nicht", nicht meine, dass ich die Initiative blöd finde, oder vor der Konkurrenz Angst habe. Ich wünsche Euch viel Erfolg und wenn es dann doch funktionieren sollte, stellen wir einfach auf Euer Format um und haben danach keinen Aufwand mehr selber ein Format zu entwickeln. Leider verwirren Sie mit der Diskussion BDF den Markt. Sie lenkt vom eigentlichen Thema "DRV Datenstandard" ab. Denn EDF oder BDF, ist nicht dazu gedacht in Zukunft die Produktdaten der Veranstalter an alle Vertriebssysteme zu liefern, sondern nur um die Veranstalter eigenen Player zu befüllen, damit die Veranstalter in Zukunft in der Lage sind, den "DRV Datenstandard" zu bedienen. Die eigentliche Produktlieferung soll in Zukunft "on demand" über die DRV Abfragelogik erfolgen. Und welches System sich der Veranstalter hierzu anschafft oder selbst entwickelt, ist einzig und allein die Entscheidung des Veranstalters. Der Markt geht bestimmt jetzt davon aus, dass er auch gleich die Technik, um hochperformant Produktdaten abzufragen, von Ihnen in Zukunft umsonst bekommt. Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit und stellen das richtig, oder wollen Sie auch die Technologie als OpenSource Projekt aufsetzen und verschenken ;-) Viel Erfolg! Beste Grüße Ralf Usbeck

von Michael Becher, 13.05.11, 11:34
Hallo Herr Usbeck, bezüglich des Formates sind die Meinungen ja nun klar. Mit dem Format bekommt natürlich niemand die Technik mitgeliefert, die DRV Abfragelogik zu unterstützen. Ich glaube das kann und will auch niemand verschenken. Darüber habe ich aber auch nie gesprochen. Ich sttelle aber (leider) auch immer wieder fest, das viele Personen die Unterscheide immer noch nicht verstanden haben. Hier müssen wir alle noch viel Erklären und Beraten. Beste Grüße aus Rösrath nach Düsseldorf. Michael Becher

von Albrecht Senden, 13.05.11, 16:30
Hallo Herr Usbeck: Leider muss ich Ihnen in beiden Punkten in der Antwort auf mein Post widersprechen: 1) OTA kann durchaus kostenlos genutzt werden. Mitgliedschaft (ab ca. EUR 60 p.M.) ist nur notwendig wenn man am Standard mitwirken will und nicht auf ein stable release warten moechte. 2) Mit EDF wird eine Datenstruktur und nicht der Inhalt, welcher später vom VA in diese Struktur gefüllt wird, definiert. Aus gutem Grunde haben Sie ein “Vilauma EDF” und nicht ein TOC, TUI oder REWE EDF definiert. Individuelle Anpassungen – solange vom Zielsystem unterstützt – sind natürlich bei allen Lösungen möglich aber nicht zieleführend wenn man versucht einen Standard zu etablieren. Nur weil man die Form, Farbe und das Material eines Kochtopfes offen diskutiert, heisst es noch lange nicht, dass man auch das geheime Rezept fuer das Essen, welches man darin zubereiten moechte, preisgeben muss. die von Ihnen erwähnte Kombinatorik wird sicherlich in den meisten Fällen durch die Inhalte (und nicht unbedingt Struktur) definiert und das eigentliche Yielding erfolgt natürlich weiterhin in den VA Systemen. Das Regel-Gerüst, welches durch die EDF Struktur abgebildet werden muss, ist ohnehin allen EDF Lizennehmern bekannt. Also auch kein Geheimnis. Hallo Herr Zahn: Ja, die VAs und IT Schmieden haben geschlafen. Herr Usbeck hat mit seinem Team eine fantastische und längst überfällige Arbeit geleistet (u.a. fuer Entlastung der VA System und bessere Preisdarstellung); während Andere wie von Ihnen erwähnt seit 5 Jahren (teilweise immer noch) diskutieren. Die meiner Meinung nach größte Leistung hat Ralf Usbeck vollbracht, indem er mit seiner uns allen bekannten, unnachahmlich überzeugenden Art geschafft die größten Player mit ins Boot zu holen. Aber mit “mehr” und “geheim” hat das nicht viel zu tun ! Ach, bevor ich es vergesse, Herr Usbeck, finde übrigens die Idee mit dem open source Player garnicht schlecht ;-) Vielleicht finden sich für diese Initiative auch ein paar freiwillige Travel- /Dataprocessing IT-ler. ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende Beste Gruesse Albrecht Senden

von Ralf Usbeck, 13.05.11, 17:13
Hallo Herr Senden, ich wusste, es war nicht gut offen zu diskutieren ;-) Ich denke aber, dass der eine oder andere das liest und deswegen kann ich Ihre Aussage nicht stehen lassen, da sonst gedacht wird, dass es stimmt…. OTA) Die Mitgliedschaft bei OTA liegt zwischen 80 US$ und 1.000 US$ im Monat. Deswegen habe ich auch im Schnitt geschrieben. Ihre genannten 80 beziehen sich auf Unternehmen bis zu 1 Mio. Umsatz. Ich glaube nicht, dass die neue Technologie für Reiseveranstalter mit weniger als 1 Mio. Umsatz geeignet ist. OTDS - Offenes Format) Wenn sich ein Veranstalter eine neue Preisregel ausdenkt und das macht er, um es vielleicht anders zu machen, als andere Veranstalter, dann müsste diese Regel im Vorfeld offen diskutiert werden, damit man entsprechende Attribute und Strukturen im Format verändert und erweitert. Nachher existieren dann ein paar Attribute und Strukturen mehr. Natürlich kann man dann im Format nur die Zutaten (Attribute) sehen und nicht das tolle Rezept. Aber das geht nur, wenn man vorher das Rezept diskutiert hat. Die Kalkulationsarten und –Konzepte eines jeden Veranstalters müssten auch offen diskutiert werden. Auch hier haben sich div. Veranstalter einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet, der -verständlicher Weise- nicht gerne offen diskutiert werden möchte. Es ist für die Veranstalter schon schwierig genug nur einem Unternehmen so zu vertrauen, dass über die „intimsten“ Steuerungsregeln gesprochen wird. Herr Senden: Im Gegensatz zu anderen, haben wir genau das in den letzten 18 Monaten gemacht und glauben Sie mir, ich weiß wovon ich spreche. Und hierbei handelt es sich um Knowhow und nicht nur um ein unnachahmliches Verkäufer Talent ;-) Ihnen und allen anderen Lesern wünsche ich auch ein schönes Wochenende! Ralf Usbeck

von ich alex k., 14.05.11, 00:20
da fällt mir nur eins ein: http://www.youtube.com/watch?v=uUV3KvnvT-w

von Michael Kalt, 18.07.11, 12:55
Liebe Kolleginnen und Kollegen, aus meiner Sicht ist neben dem Standard gerade auch die Vielfalt wichtig. Grund: Es ist eben die Touristik und es ist schwer mit einem Standard die Vielfalt und die Kreativität abzudecken. Und darüber hinaus muss man sich die Frage stellen, ob das denn auch wirklich in jeder Hinsicht sinnvoll ist. Die travel IT unterstützt den neuen Datenstandard, sie unterstützt den DRV mit den Gloabl Types und der Abfragelogik. Daraus leitet sich ab, dass wir auch die Integration der Peakwork Technologie stark forcieren. Immerhin soll unser neues LMplus 3.0 ja zum fvw Kongress Rollout fähig sein. Wenn man den Gedanken des neuen Datenstandards zu Ende denkt, das abgleicht mit den Realitäten, dann ist auch völlig klar, dass die travel IT OTDS genauso unterstützen wird, wie die anderen Datenformate (INFX, KATI, AICP, etc) und Logiken. Wir werden dies aktiv angehen, sobald eine erste Datensatz/strukturbeschreibung vorliegt. Wir haben stand heute sehr viele Kunden, denen die Art und Weise wie ein Produkt Systemtechnisch angeliefert wird, völlig egal ist. Für diese Kundengruppe, das ist die größte bei uns, ist nur eins wichtig: Datenqualität, Vielfalt und Zuverlässigkeit. Die travel IT wird mit seinen neuen Produkten nicht die Lösung für alle Probleme haben die derzeit existieren. Für uns sind aber die wichtigen Punkte unserer Kunden, genauso wichtig. Und ich möchte weg von einer Glaubensdiskussion. Der Kunde der travel IT wird letztlich für uns entscheiden, welche Technologien sich durchsetzen. Dabei ist noch ein wichtiges Argument völlig aussen vorgeblieben: Geld In der Touristik ist es schwer Geld zu verdienen. Jeder schaut auf seinen Geldbeutel. Am Ende Tages müssen die Gehälter bezahlt sein. Neue Technologien müssen Wertschöpfend sein durch mehr Umsatz oder Kosteneinsparungen. Neben den Qulitätskriterien ist somit der Preis für die neuen Technologien entscheidend. In diesem Sinne arbeiten wir an Erneuerungen unserer Vetriebsplattform, mit der Zielsetzung, Sie darf nicht mehr Kosten sondern muss mehr Umsatz bringen. Wenn sie nicht mehr Umsatz bringt, dann muss sie preiswerter sein. OTDS wird dabei eine starke Rolle spielen. Ich freue mich auf den fvw Kongress Ihr/Euer Michael Kalt

von Thomas Boffo, 01.04.12, 17:24
Das ist ja alles sehr interessant! IT-Firmen können ja schon viel, aber zaubern können wir nur in Maßen. Qualifizierung der Leistungsmerkmale finde ich ja ganz prima, aber bedeutet das auch, dass Veranstalter in Zukunft eigene Hoteltexte mit ein paar Bildern distribuieren können. Nein? Dieses Thema wird verschlafen! Viel wichtiger als tausend Attribute sind mir ein Bild mit Text! T'schuldigung für die Unterbrechung.

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