Travelport

Housewarming in kalter Zeit

In Frankfurt-Niederrad treffen sich am heutigen Donnerstag ITler und Travelport-Kunden. Ein netter Nachmittag ist garantiert, aber das Hauptziel von Travelport für 2010 wurde nicht erreicht.

von Georg Jegminat, 26.08.2010, 11:56 Uhr

Der neue Deutschland-Chef Jürgen Witte ist mit den Galileo- und Worldspan-Mitarbeitern in neue Räume umgezogen. Die sind freundlicher und repräsentativer als die alten Büros. Auch die Stimmung bei den Mitarbeitern hat sich aufgehellt.

Weniger positiv dürfte die Stimmung beim Haupteigner Blackstone und dem Travelport-Management sein. Denn der große Plan, in diesem Jahr an die Börse zu gehen, scheint gescheitert. Im Februar kündigte der GDS-Betreiber den Börsengang an – und zog sich rasch wieder zurück. Den Börsianern war der Schuldenberg einfach zu hoch. Rumps, nichts wars mit 1,8 Mrd. US-Dollar, die die Kasse füllen sollten.

Doch auch in den Monaten seither und trotz des kräftigen Anstiegs von Airline-Buchungen konnten die Anleger ihre Liebe zu Travelport nicht entdecken. Seit Wochen glauben Insider hinter jeder Pressemeldung des GDS-Betreibers ein Hübschmachen für die Börse zu erkennen. Weit gefehlt. Amadeus hingegen hat es mit Bravour geschafft. Das kann man nur als kräftige Ohrfeige für Blackstone werten.

Nun holte sich Travelport über eine Unternehmensanleihe 250 Mill. US-Dollar von Anlegern. Das ist weit entfernt von der ursprünglich angestrebten Summen. Notgedrungen beschwichtigt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gordon Wilson in einem Interview: „Wir haben es nicht eilig.“ Amadeus habe zeitlich einfach Glück gehabt. So richtig glücklich klingt das nicht. Irgendwann… Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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