Travelport

Eine logische Koalition

GDS-Betreiber Travelport (Galileo, Worldspan) vermarktet das touristische Buchungssystem Tourport. Der Deal überrascht nicht, denn Travelport wittert Morgenluft.

von Georg Jegminat, 18.01.2010, 11:55 Uhr

Tourport, Travelport, Tourport. Selbst Wolfgang Brinker vom Tourport-Hersteller Partners Software verwechselt gern mal die beiden Namen. Und seit er das Tourport-Projekt vor einem Jahr vorgestellt hat, schlägt er sich mit der Frage herum, ob hinter der Namensähnlichkeit nicht noch mehr steckt. Bisher nicht, versicherte er mir immer wieder. Er hatte einfach verschiedene denkbare Begriffskombinationen gegooglet. Siehe da: Tourport war nicht besetzt. Für 8,50 Euro hat er die Domain gekauft, ein wahres Schnäppchen.

Schwieriger ist es da schon mit einem komplett neuen Buchungssystem in den Markt zu kommen, erst recht wenn es einen dominierenden Marktführer wie Traveltainment gibt. Da ist Brinker jede Hilfe willkommen.

Aber auch für Travelport macht die Kooperation Sinn. Europa-Chef Olaf Güldner will wie Amadeus und wie Sabre mit Merlin ein Touristiksystem anbieten. Denn seine GDS Galileo und Worldspan hatten im vergangenen Jahr einen regelrechten Lauf in Deutschland, weil viele Flugbuchungen wegen der Lufthansa-Vorzugspreise von Amadeus weggesteuert wurden. Dieses Momentum will Güldner nutzen und noch mehr Reisebüros an Travelport binden.

Mit Jürgen Witte hat er auch noch einen Deutschland-Direktor eingestellt. Dieses Bekenntnis zum deutschen Markt ist allerdings auch notwendig. Denn der amerikanisch-britischen GDS-Konzerns hat in den vergangenen Jahren sein Desinteresse am hiesigen Markt sorgfältig gepflegt.

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