TIC

Fragezeichen beim Manager des Jahres

Der Travel Industry Club kürt wieder den Manager des Jahres. Doch die Liste der Nominierten sorgt bei mir für Fragezeichen.

von Klaus Hildebrandt, 02.08.2011, 17:10 Uhr

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blog überhaupt schreiben soll. Ich bin selbst Mitglied im TIC, habe sogar mal den Fachjournalisten-Award gewonnen und die Award Night findet am Vorabend des fvw Kongresses im September in Köln statt. Außerdem war ich bei der Nominierung der Personen in den einzelnen Kategorien nicht dabei. Aber als ich heute die Mails mit der Einladung zum Online-Voting erhielt und mir die Listen anschaute, wurde ich doch (genauso wie einige Kollegen) stutzig.

Das betrifft vor allem die Hauptkategorie, den Manager des Jahres. Diesen Preis hat der TIC vom seligen "Touristik Report" übernommen, ein kluger Schachzug. Während der TR vor allem Top-Shots wie Achim Hunold auszeichnete, hat der TIC, der im ersten Jahr noch Wolfgang Mayrhuber wählte, das Spektrum erweitert. Ich finde es richtig, dass auch Mittelständler wie Gerald Kassner (2010) oder erfahrene Touristiker wie Michael Frese (2009) diesen Preis erhielten, in beiden Fällen völlig zu Recht.

Aber in diesem Jahr erscheint mir die Liste wie ein Sammelsurium. Zweifellos machen Manager wie Dietmar Gunz (FTI), Stefan Schulte (Fraport) oder Jasmin Taylor (JT Touristik) einen guten Job. Aber die Aufgabe eines CEO wie Schulte, der einen international tätigen Konzern mit 20.000 Mitarbeitern führt, oder auch der von Dietmar Gunz lassen sich meines Erachtens nicht mit der Position von Bodenmais-Tourismuschef Andreas Lambeck oder FIT-Reisen-Geschäfsführerin Claudia Wagner vergleichen. Letztgenannte machen bestimmt eine gute Arbeit, nur es ist eine andere Welt und auch eine andere Verantwortung als bei einem Großunternehmen.

Auch Jürgen Büchy passt nicht so recht in die Aufzählung. Als DRV-Präsident bekleidet er ein politisches Ehrenamt, als DB-Vertriebsmann (so steht er in der Liste) gehörte er eigentlich zu den Retail & Sales Managern (in dieser Kategorie hat er ja auch schon mal gewonnen). Das gleiche gilt für Dieter Müller, Gründer der Hotelkette Motel One. Zweifellos ein toller Erfolg mit einem guten Konzept. Aber mir fällt es schwer, diese Leistung mit der der anderen Nominierten zu vergleichen. Gewiss: Auch der "Sportler des Jahres" muss nicht immer ein Fußballer sein. Und unsere Branche besteht nicht nur aus Touristikern. Aber eine gewisse Vergleichbarkeit muss doch gegeben sein, sonst fällt die Wahl schwer. Oder der Preis wird zu einer reinen Marketing-Sache, um für einen TIC-Abend ein bisschen Kurzweil zu schaffen.

Auch in den anderen Kategorien stellen sich mir Fragen: Gehört Detlev Schäferjohann (E-Domizil) nicht eher in die Online- als in die Retail & Sales-Kategorie? Warum findet sich gleich in fünf Kategorien (inklusive der Wahl der besten Apps und der besten Marketing-Kampagne) die Bahn, einschließlich der inzwischen vom Vertrieb zur DB-Akdademie gewechselten Christina Arndt? Andere Unternehmen wie TUI, Rewe, Lufthansa, Air Berlin kommen dagegen gar nicht vor.

Der TIC-Vorstand wird sich seine Gedanken gemacht haben und hat sicher gute Gründe für die Nominierungen. Aber mir fällt die Wahl in diesem Jahr so schwer, dass ich es lieber gleich ganz sein lassen werde.

Kommentare

von Claudia Mades, 02.08.11, 18:42
Auch ich finde die Liste der Kandidaten sehr eigentartig und sie gefällt mir gar nicht! Die Herren Kandidaten sind im Gegensatz zu den Damen für meinen Geschmack nicht in der richtigen Kategorie. Wer trifft denn hierzu die Auswahl?

von Ali Dogan, 02.08.11, 19:51
Ich glaube es ist besser nicht zu wissen wie diese Liste zusammen gestellt wird...

von Michael Buller, 02.08.11, 23:36
Reden ist Silber….schweigen ist Gold! In diesem Fall müsste es eigentlich heißen: schreiben ist silber….und schweigen ist Gold! (Das Gleiche werden Sie wohl jetzt gleich von meinen Blogeintrag denken!) Liebe FVW….was tut Ihr eigentlich den Preisträgern mit Eurem Blog an? Dies ist ja nicht irgendein Blog…nein....es ist die Fachzeitung Nr. 1 der Branche und das hat Gewicht. Wie oft wird man in seinem touristischen Leben eigentlich nominiert? Ganz selten und nun bekommt das Ganze ein Geschmäckle und macht eigentlich einen tollen Event und Preis zu etwas anrüchigem. Aber worum geht es….um einige falsch verteilte Kategorien? Letztendlich muß es doch bei einer Preisverleihung darum gehen Vorbilder für die Branche auszuzeichnen. Menschen mit besonderem Mut oder Leidenschaft für die Touristik, die als Vorbilder dienen können. Jeder der Nominierten kann das wohl für sich behaupten. Jürgen Büchy,….auch wenn er nicht als DRV Präsident nominiert ist….wer will seinen heutigen Job? Mit so viel Verantwortung für null Gehalt wirklich machen? (dafür gebührt ihm schon als mutigster Schritt der Preis). Dietmar Gunz, der es geschafft hat sich zwischen den vermeintlich uneinholbaren großen Veranstaltern zu etablieren und jedes Jahr zu wachsen. Jasmin Taylor, die aus dem Iran hier nach Deutschland kam ohne die Sprache zu sprechen…. und heute JT Touristik in kürzester Zeit erfolgreich gemacht hat (da hatten viele einen besseren und einfacheren Start). Also wenn das keine Vorbilder sein sollen….dann weiß ich es auch nicht. Und so könnte man vermutlich über jeden der nominierten einiges positives erzählen (vielleicht ist ja der Fehler des Travel Industry Club, daß zu wenig über die nominierten Personen erzählt wird). Dabei spielt Unternehmensgröße oder die Mitarbeiteranzahl überhaupt keine Rolle …..sind es nicht gerade die Kleinen die diese Branche nachhaltig verändert haben? So manche Auswahl der FVW war ebenfalls nicht glücklich….ich erinnere mich da an die Auswahl des Keynote Speakers des FVW Kongresses 2008 in der Person von Herrn Middelhoff….was hätten wir wirklich von ihm lernen sollen? Als Vorbild taugte er schon damals nicht! Aber reden ist Silber und schweigen ist Gold. Schöne Grüße Michael Buller

von Sven Maletzki, 02.08.11, 23:50
Sicherlich sind die Nominierten sehr schwer vergleichbar. Wie aber richtig erwähnt, wird bei der Wahl des Sportlers des Jahres auch nicht immer ein Fußballer gewählt, sondern auch einmal der Ausnahme-Athlet bei einer Randsportart. Ich persönlich finde es gut, dass eben nicht nur die Konzernlenker nominiert werden. Ehrlich gesagt, ist deren Leistung gerade wegen der Größenordnung der Unternehmen schwer einzuschätzen. Da kann ja auch kein Einzelner für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sein. Es sind doch gerade die Manager der kleineren und mittleren Unternehmen, die mit ihrem eigenen Handeln viel häufiger ins echte (auch persönliche) Risiko gehen und mit Innovationen aufwarten. Von daher begrüße ich die durchaus illustre Runde der Nominierten. Ansonsten wäre etwas mehr Transparenz bezüglich der Nominierungen durchaus wünschenswert. Für mich hat es immer einen faden Beigeschmack, wenn so etwas "im stillen Kämmerlein" stattfindet.

von alexander kretzsschmar, 03.08.11, 00:27
grundsätzlich mag ich bei solchen wahlen nicht dran glauben, dass diese neutral sind sondern eher politischer natur oder ähnliches. warum werden eigentlich immer nur die lauten mit perfekte selbstmarketing nominiert oder gewählt. gibt es nicht auch genug MENSCHEN, die in den letzten 15 jahren überragendes geleistet haben und einen preis verdient hätten? sind immer die vermeintlich grossen taten entscheidend oder sind es nicht manchmal eher die kleinen. leider zu oft vergessen: Jens Henze, Callcenter Agents, Reisebüro Mitarbeiter oder z.b. markus hartwig ok letzteres sieht in pink nicht so toll aus, macht mit sicherheit aber einen "besseren" job... und warum gibt es nicht mal einen anti preis sowas wie goldene himbeere... da würde mir glatt so eins bis drei personen trotz entsprechender grösse einfallen, die es verdient hätten...

von Martin Pundt, 03.08.11, 00:40
Einerseits... und andererseits... Einerseits hätte auch ich mir etwas Transparenz gewünscht, warum die Jury nun ausgerechnet diese Kandidaten jeweils für nominierungswürdig gehalten hat. Andererseits regen diese Nominierungen dazu an, selbst mal genau darüber nachzudenken. Und da fallen mir für viele, vor allem aber für die von Ihnen, lieber Klaus, in Frage gestellten Kandidaten sofort ein paar Gründe ein: Dietmar Gunz hat in den letzten 12 Monaten viele Projekte und Innovationen angeschoben; Stefan Schulte hat sich nicht nur den Respekt der Jury, sondern auch den von Goldman Sachs und Merrill Lynch hart erarbeitet (beide stuften die Aktie im Juli auf "Buy" hoch) und gehört mit dem erfolgreichen Mega-Projekt der neuen Nordbahn (vergleiche nur: S21) klar zu den Gewinnern des Jahres; und wie erfolgreich Jasmin Taylor in diesem Jahr wirklich war, wird wohl erst die FVW-Veranstalterstatistik vor Weihnachten schwarz auf weiß belegen - das dann aber sicher wieder eindrucksvoll... Einerseits kann man manche Zuordnung zu den Kategorien durchaus hinterfragen - habe ich auch getan! Und stehe manchmal ebenso ratlos da... Andererseits muss m.E. jeder Manager des Jahres auch Online und Vertrieb beherrschen. Und dass online und Retail & Sales keine sich ausschließenden Gegensätze sind, wissen wir spätestens seit Bösl&Buller eh längst alle - eine scharfe Abgrenzung ist nicht möglich. Und denke mir, dass sich auch die Jury Gleiches gedacht haben mag...? Einerseits gilt es hier, den Manager des Jahres zu wählen, d.h. die Leistungen der letzten 12 Monate zu würdigen - nicht etwa das Lebenswerk (dagegen würden sich auch die meisten Nominierten sicher verwahren :-) ). Insofern verstehe ich auch einen der Kommentare im redaktionellen Teil nicht: Jasmin Taylor ist nach meinem Verständnis für JT nominiert worden und nicht für ein früheres - damals sehr innovatives und erfolgreiches - Geschäftsmodell. Zu dem Modell von damals kann man stehen, wie man will, aber ich kann mir nun wirklich nicht vorstellen, dass das die Juryentscheidung zur Nominierung geprägt haben soll. Andererseits hat Michi Buller sicher recht, wenn er vor "Eintagsfliegen" warnt (wobei ein Herr Middelhoff von zu vielen in der Branche zu lange zu hoch gejubelt wurde) - die Gefahr sehe ich aber bei den Nominierten nicht. Einerseits kann ich angesichts dieser Diskussion ja fast froh sein, dieses Jahr nicht zu den Nominierten zu gehören :-) Andererseits wäre es mir - und sicher vielen hundert anderen erfahrenen Vollbluttouristikern - eine Ehre gewesen, in einem Satz mit all diesen Nominierten genannt zu werden.

von Klaus Hildebrandt, 03.08.11, 08:27
Vielen Dank für die lebhafte Diskussion! Martin Pundt stelllt die verschiedenen Sichtweisen mit seinem "einerseits, andererseits" aus meiner Sicht gut dar. Eins möchte ich zu den Kommentaren von Martin Pundt und Michael Buller anmerken: Ich stelle in dem Blog nicht die Leistung der Nominierten und der früheren Preisträger, ob Konzern oder Mittelstand, in Frage. Ich persönlich empfinde nur in diesem Jahr die Wahl-Listen als sehr heterogen.

von Martin Pundt, 03.08.11, 09:30
Vielen Dank für die Klarstellung! Das hatte ich Ihnen auch so gar nicht unterstellen wollen - sorry, wenn das so rüberkam. Aber im Gesamtbild Ihres Blogbeitrages und der bisherigen Kommentare drängte sich mir zu nachtschlafender Stunde schon so etwas der Eindruck auf, dass mit dem Infragestellen einiger Jurynominierungen leider auch manche(r) Kandidat(in) indirekt mit in Frage gestellt wurde, sprich: die Frage gestellt wurde, ob nicht andere dies mehr verdient hätten. Ich möchte hier aber - unabhängig von den diesjährigen Nominierungen - noch einmal eine kleine Lanze für den TIC brechen: Ich habe den Travel Industry Club bisher als branchenübergreifenden Wirtschaftsclub kennengelernt, der die Enscheidungsträger aus Luftfahrt, Touristik, Geschäftsreisemanagement und Hotellerie (und viele mehr) zusammenbringt, und der für die Gesamtheit des Wirtschaftslebens in all diesen Sparten steht, egal ob Konzern oder Mittelständler. Dass bei dieser heterogenen Struktur eine heterogene Nominierung entsteht, erscheint mir ein durchaus passendes Spiegelbild der Struktur des TIC zu sein. Auch bei der Oscar-Nominierung wird schleßlich jedes Jahr darüber diskutiert, warum die Jury manchmal anders abstimmt, als das Publikum mit den Füßen an der Kinokasse - warum soll das bei uns anders sein? Von daher freue ich mich auf eine weiterhin lebhafte Diskussion zu diesem Thema - spätestens in sechs Wochen, wenn dann die sicher verdienten, aber vielleicht umstrittenen Gewinner feststehen ... :-)

von Horst, 03.08.11, 11:05
Ist es für eine Nachnominierung von Herrn Manny Fontenla-Novoa nun zu spät?

von Claudia Ehry, 03.08.11, 12:02
Gratuliere, lieber Kollege Klaus, zu diesem Kommentar. Ich meine herauszulesen, dass er unter großen Selbstzweifeln entstanden ist. Soll ich, darf ich dem TIC, in dem ich selbst Mitglied bin, "ans Bein pinkeln", oder lasse ich da lieber meine Journalistenfinger von, obwohl sie mächtig jucken, weil ich sonst ein Nestbeschmutzer bin, und weil mir der TIC ja auch schon ganz nette Geschichten geliefert hat. Gratuliere zum Mut, der inneren Stimme zu folgen, gratuliere zum Rückgrat, der Branche, von der man wirtschaftlich lebt, auch mal die Stirn zu zeigen. Gratuliere, dass sich die fvw nicht vor fremde Karren spannen lässt, sondern am journalistischen Grundauftrag, das Geschehen kritisch zu verfolgen und zu kommentieren, als oberstem Berufsziel festhält. Das mag nicht immer jedem schmecken, aber gesamtgesellschaftlich profitieren wir davon alle. Weiter so, Kollege Klaus!

von Michael Buller, 03.08.11, 12:52
...So kann man das auch sehen Frau Ehry! Aber geht es es wirklich darum ob man dem TIC ans bein pinkelt? Ich sags jetzt mal auch so...bei all den Beteuerungen .....es geht hier nicht um die Nominierten....zum Schluss lässt sich beides nicht trennen. Eine (angeblich) falsche Auswahl.....bedeutet das die nominierten eindeutig damit gemeint sein müssen. Dh. der hat nur gewonnen weil die anderen nicht dabei waren ....oder weil er falsch eingeteilt wurde...oder weil groß mit klein garnicht vergleichbar ist. Wichtig ist doch...das die Branche die ehrt....die etwas geleistet haben....ob groß oder klein....ob richtige Kategorie oder nicht....was solls...es geht um Leistung die den Rest der Branche anspornen soll! Der Blogeintrag bringt doch eigentlich die Nominierten und evtl. zukünftigen Preisträger in die Verlegenheit einen Preis 2ter Klasse zu bekommen. Das sage ich übrigens als nicht Mitglied des TIC und durchaus kritisch ist ...ja und ich bin für Pressefreiheit jeglicher Art ;-) Gruß Buller PS. darüber auch nicht zu berichten ....ist auch eine Möglichkeit!

von Thomas Wilde, 03.08.11, 18:52
Das nenne ich mal eine sehr konstruktive und aufschlussreiche Diskussion. Zur Klarstellung: Nein – es ist nicht etwas der konspirative Beschluss einer geheime Loge. Und ehrlich gesagt auch alles andere als eine einsame Entscheidung des Präsidiums vom Travel Industry Club nach einer abgeschirmten Sitzung hinter verschlossenen Türen – mit weißem Rauch. Allen, die es nicht wissen oder – wie im Falle von Ali Dogan - gar nicht wissen wollen, wie die Nominierung der Kandidaten für den „Travel Industry Manager“ zustande kommen, kann an dieser Stelle gerne und – wie wir meinen – auch umfassend geholfen werden. Seit dem Jahre 2008 gehört die Wahl zum „Travel Industry Manager“ am Vorabend des FVW Kongresses zweifellos in den Kreis der wichtigeren Netzwerkveranstaltungen unserer Industrie. Und im Gegensatz zu zahlreichen anderen Veranstaltungen, bei denen es um Preise und Auszeichnungen geht, haben die Initiatoren aus dem Präsidium des Travel Industry Club - angesichts möglicher Kritik - ganz bewusst von Anfang an auf ein Höchstmaß an Transparenz verständigt. Das heißt in diesem Fall: das Verfahren der Kandidatenkür wurde vom Travel Industry Club in die Hände eines unabhängigen Komitees gelegt. Das sg. „Advisory Board“ trifft sich seit 2008 alljährlich Anfang April in Frankfurt um zu analysieren, wer in den vergangenen zwölf Monaten in der Reisebranche Besonderes für sein Unternehmen und/oder die Branche geleistet hat. Und – ebenfalls im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen – sind dabei eben nicht zwingend „große“ Namen ein Garant auf den möglichen Erfolg. Die Juroren – so die Philosophie und ihre Aufgabe – mögen sich bei ihrer Vorauswahl an konkrete Leistungen orientieren. So wurden Dank der Anregungen aus dem „Advisory Board“ in den vergangenen Jahren auch Manager gekürt, die nicht in der ersten Reihe stehen oder gar ständig für Schlagzeilen sorgen. In den vergangenen Jahren hat sich bekanntlich übrigens auch die fvw durch Mitglieder ihrer Redaktion an den Beratungen im „Advisory Board“ rege beteiligt und aufgrund ihrer Expertise maßgeblich zum Erfolg der Wahl und somit an der Veranstaltung in Köln beigetragen. In diesem Jahr konnte die fvw bedauerlicherweise aus terminlichen Gründen an der Sitzung am 11.April leider keinen Redakteur zu dem Meeting entsenden. Das wird sich im kommenden Jahr hoffentlich wieder ändern. Allerdings hat sich Euer Kollege Oliver Graue erneut in die Kandidatenliste eingebracht. Dafür herzlichen Dank! Die jetzt vorliegende Liste hat das „Advisory Board“ in einem mehrstündigen Meeting erstellt. Und die Liste der Juroren – darunter bekannte Vertreter der touristischen Fachpresse und der Wirtschaftsredaktion von überregionalen Tageszeitungen, Vertreter namhafter Kommunikationsagenturen mit Kunden aus der Reiseindustrie sowie Pressesprecher von Veranstaltern und Airlines – kann sich sehen lassen. Die Gruppe der kompetenten Branchenvertreter und Beobachter haben die Vorauswahl aufgrund von Mehrheitsentscheidungen auch in diesem Jahr erneut mit großem Engagement nach durchaus kontroverser Diskussion erstellt. Und ihre Begründung zudem ins Netz gestellt. Mehr Transparenz geht nicht. Nun könnten man selbstverständlich auch einen Schritt weiter gehen und auch das „Advisory Board“ in einer geheimen Wahl vorab wählen lassen…. Im Ernst: das angewandte Verfahren ist sicherlich nicht perfekt und muss – wenn es zeitgemäß und ausgewogen sein will – selbstverständlich immer wieder infrage und entsprechend modifiziert werden. Das gilt im Übrigen nicht nur für die zweifellos schwierige Vergleichbarkeit der zu berücksichtigen Manager und ihrer Leistungen sowie selbstverständlich auch für die Zuordnung der Kategorien und der jeweiligen Kandidaten. Und es gibt zweifellos eine andere besondere Herausforderung. Und in diesem Punkt hat Klaus Hildebrandt sicherlich nicht ganz unrecht. In wenigen Monaten kann eine Menge passieren - wie wir heute erst erlebt haben. Also auch (und gerade) in der Reiseindustrie. Und die im April vom „Advisory Board“ identifizierten individuellen Verdienste von Branchenvertreter aus dem Vorjahr sind bei einer Wahl im August für eine Veranstaltung im September in der heutigen Zeit schnell einmal „Schnee von gestern“. Personen wechseln schnell einmal die Positionen, Gewinner aus dem Vorjahr können schnell zu Verlieren des Monats werden. So ist das Leben, so funktioniert unsere Industrie. Auf diese Problematik und insbesondere auf einen zeitlich günstigeren Entscheidungsprozess hat das Präsidium des TIC durchaus Einfluss - und wird sich damit auch auseinandersetzen. ABER: Auf die Auswahl der Kandidaten oder gar auf die finale Wahl der siegreichen Manager jedoch keinesfalls. Das überlassen wir im ersten Schritt zunächst dem „Advisory Board“ und letztendlich bei der finalen Wahl den Mitgliedern und den Mitstreitern in der Reiseindustrie. Und im kommenden Jahr sitzt hoffentlich auch wieder ein Vertreter aus der Redaktion der fvw mit am Tisch wenn es gilt, dann die „ultimative“ Kandidatenliste aufzustellen. Versprochen??? Thomas Wilde im Namen des TIC Präsidiums

von alexander kretzsschmar, 03.08.11, 19:35
@thomas wilde musste das so lang sein? :-) wenn ich das mal so zusammenfassen darf: wir (tic) geben unser bestes, so schlimm ist das nicht, die wahl ist so schon ok und liebe fvw seit uns nicht böse sondern nur gut gesonnen... kommt das ungefähr so hin? ich trage ab morgen nur noch purpur vielleicht werde ich dann nächstes jahr auch nominiert. aber will ich das überhaupt? :-)

von Andreas Schulte, 03.08.11, 20:06
Immer wieder interessant zu lesen, was für "wichtige" Probleme es doch gibt.

von Michael Buller, 03.08.11, 23:03
Lieber Alex! Erst Lesen....dann nachdenken...und dann schreiben....umgekehrt funktioniert das beim besten Willen nicht! Deswegen fasse ich das nochmal neu zusammen worüber sich der TIC ärgert und was er hier geschrieben hat: Der Blog der FVW wundert sich über die Auswahl und Zusammenstellung der Nominierten und gibt deswegen keine Stimme ab. Die FVW war allerdings eingeladen (wie im Vorjahr ) um ein genau das kritisierte hier zu beeinflussen....war aber aus Zeitgründen nicht dabei! Ich nehme jetzt mal Herrn Hildebrandt in Schutz und gehe davon aus das er diese Vorgeschichte nicht kannte....sonst hätte man sich diesen Blog erst recht sparen können. Gruß Buller

von alexander kretzsschmar, 03.08.11, 23:32
@lieber michi, vom lieben alex. isch haaabeeee gelesen. mit ein wenig ironie und herz geantwortet. so wie es ironie mit sich bringt, steckt oft auch ein fünkchen wahrheit dahinter. es steht jedem frei einer anderen meinung zu sein. ich habe keines wegs dabei rot oder schwarz gesehen sondern eher kunterbunt. alles liebe ins blaue/weisse münchen alex ps. www.escapio.de und die macher dahinter, die haben doch echt mal was tolles auf die beine gestellt, die sind zwar nicht pink kommen aber immerhin auch aus berlin... :-)

von Michael Buller, 04.08.11, 00:06
Na dann ist ja alles Gut ;-)

von g.p., 04.08.11, 01:27
KH hat ins wespennest gestochen! der kommentar von AD ist pure polemik. durch den blog von KH fühlen sich einige herren herausgefordert. die vorgehensweise des TIC muss KH bekannt gewesen sein, gerade als nicht beteiligter am verfahren mag er die chance gesehen haben auszusprechen was da verkehrt läuft. das ist nur eine schlüssige vermutung von mir. die pressemitteilung von TW.... sorry kommenter... liest sich wie immer hervorragend! war aus dem hause wilde anders nicht zu erwarten. sagt nur nichts! MP hat wunderbar formuliert, zu mehr als schützenhilfe taugt es nicht. MB als selbsternannter sheriff des internets verteidigt auch nur seine bröttchen. als berater von mindestens drei nominierten muss er wohl so reagieren. CM hat vollkommen berechtigt gefragt nur eben mit dem weiblichen touch. AK, wie immer sehr spitz aber ehrlich! seine vorschläge mit JH und MH sind absolut richtig aber die herren sind halt doch etwas... wie soll ich sagen... farblos! oder haben sie nur die falsche kommunikationsagentur? ;-) so eine kommunikationsagentur kann wunder bewirken oder mindestens nominierungen. grundsätzlich glaube ich, dass alle nominierten einen guten job gemacht haben, zweifelsfrei! die manager in verschiedenen kategorien sollten den unterschied ausmachen! ich möchte keinesfalls die leistung der nominierten schmälern, es geht um das verfahren. mein vorschlag: der TIC eröffnet eine vorschlagsliste auf der webseite oder im facebook jeder kann dort namen eintragen. die branche stimmt über die liste ab. die besten 10 jeder kategorie werden dann durch eine jury unter die lupe genommen.die wahl erfolgt durch die jury. das wäre eine demoktratische wahl die dann auch transparent für alle wäre. ich habe keine lust prügel zu beziehen wenn wieder einige herren ihre muskeln spielen lassen. daher werde ich meinen namen nicht bekannt geben. sicherlich haben einige verständnis dafür.

von Michael buller, 04.08.11, 14:13
Ehrlich gesagt wer zu feige ist für das was er erzählt und behauptet dafür mit seinem Namen einzustehen....kann man nicht ernst nehmen! Gruß Buller Ps bin weder Sheriff noch geht's um Einzelpersonen ...sondern um die Sache!

von alexander kretzsschmar, 04.08.11, 14:36
@michi ich bin zwar auch kein freund von anonym, kann es aber nachvollziehen und akzeptieren, solange der beitrag nicht unter die gürtellinie geht. und wie du schon sagst, es geht um die sache, folglich dem inhalt des beitrags und da es um die sache geht, kann man den beitrag ruhig ernstnehmen. und so anonym ist der ja nun auch wieder nicht.

von Michael buller, 04.08.11, 22:11
Ehrlich gesagt sehe ich das anders. Hier werde Wertungen abgegeben....darüber hinaus wird auch Unwahrheiten im Umlauf gebracht...ich verdiene also mein Geld als Berater für 3 der nominierten ....und natürlich ist es logisch das ich jetzt sofort einspringe und rette was zu retten ist (hört sich gut an). Gefährliches Halbwissen...das aber schön ins Bild passt. So was kann man natürlich nicht mit eigenen Namen machen! Keine Ahnung von was Herr X seine Meinungen abhängig macht....aber meine sind meine eigenen (und sind auch nicht käuflich!)....und deswegen kann ich auch meinen echten Namen drunter schreiben!

von Claudia Mades, 04.08.11, 23:33
"CM hat vollkommen berechtigt gefragt nur eben mit dem weiblichen touch. "--- hmmm was dieser Satz heissen soll habe ich nicht verstanden... Meine Herren: Auch nicht verstehen kann ich, daß dieser sehr interessante thread gerade in ein absurdes "der hat mein Förmchen kaputt gemacht-nein der hat angefangen und vorher hat er komisch gekuckt" Kindergarten Szenario mündet. Wichtig war doch, dass es einem größeren Anteil der Interessenten nicht klar war wie und vor allem warum jemand nominiert wird bzw. wie mit den Nominierungen insgesamt umgegangen wird. Oder habe ich dsa falsch verstanden? Für mich pesönlich steht fest, daß man an der Transparenz noch arbeiten sollte, damit der winner dann auch wirklich gewürdigt werden kann. Aber all das ist nur meine Meinung und vermutlich hat sie den typisch weiblichen touch (den ich übrigens sehr gerne habe ;)) !!

von Claudia Mades, 04.08.11, 23:34
Entschuldigung Claudia Ehry, ich hatte Ihr Post überlesen... peinlich und das auch noch bei einer Namenskollegin... Also muss die korrekte Anrede meine Dame, meine Herren lauten...!

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