Ryanair

Steinbrück fliegt auf Ryanair

Der eine hat die Finanzkrise, der andere hohe Kerosinpreise. Das langt noch nicht an Problemen: Jetzt streiten Steinbrück und O'Leary sogar noch vor Gericht.

von Klaus Hildebrandt, 15.10.2008, 14:45 Uhr

Ryanair-Chef Michael O'Leary gibt gerne den Outlaw der Airliner. Meine Kollegin Rita Münck war gerade für ein Interview bei ihm in Dublin (lesen Sie in der nächsten Ausgabe) – und weiß nach einem Abstecher in die Ryanair-Baracke mit den Arbeitsbedingungen einer Legebatterie ihr Hamburger Büro richtig zu schätzen. Aber auch bei der Werbung spart O'Leary gerne. Schlichtes Billigdesign und Gratis-Models – doch da spielt Peer Steinbrück nicht mit. Ryanair hatte ein Bild des obersten Sparer der Nation in einer Kampagne verwendet. Das findet der Finanzminister (der sicher auch lieber Lufthansa fliegt) nicht witzig und geht gerichtlich dagegen vor. Nun unterbreitet O'Leary einen

zur Senkung der Gerichtskosten: Gegen eine Spende von 7500 Euro, deren Empfänger Steinbrück bestimmen kann, solle das Verfahren doch ruhen. Ob eine derartige Summe einen Mann umstimmen kann, der gerade mit 400-Milliarden-Euro-Paketen jongliert? Aber zumindest wären 7500 Euro schon mal ein Grundstock für einen Fonds aller Lehmann- und Kaupthing-Kunden. Und O'Leary kann ja für seine nächste Werbung Angela Merkel nehmen – da hat Autovermieter Sixt schon seine Erfahrungen mit Gratis-Models gemacht.

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